Das IW spricht sich, angesichts teils verhärteter Fronten in der Arbeitszeitdebatte, für eine pragmatische Staffelung aus: Zunächst könnten die bisherigen Begrenzungen für Bürokräfte gelockert werden, da dort die gesundheitlichen Risiken minimal erscheinen. Das würde Unternehmen Flexibilität ermöglichen, ohne den Gesundheitsschutz der Beschäftigten in klassischen Risikoberufen vorschnell zu gefährden. Aktuell gelten in Deutschland acht Stunden als Regel, selten zehn, doch Ministerin Bas plant eine Reform, die längere Einzeltage erlauben, die Wochenarbeitslast aber nicht anheben würde. Neuere Meinungen und Meldungen spiegeln das Spannungsfeld zwischen ökonomischem Druck und Arbeitnehmerinteressen wider. Inzwischen gibt es Kritik aus Gewerkschaften und breiteren Teilen der Politik, dass eine solche Flexibilisierung vor allem in Krisenzeiten zu Lasten der Beschäftigten gehen könnte. Mehrere Medien berichten zudem, dass in anderen europäischen Ländern ähnliche Debatten laufen, jedoch mit teils gegensätzlichen Ergebnissen und gesellschaftlichen Reaktionen.
29.05.26 01:02 Uhr