Warnung vor wachsender Gefahr an der Straße von Hormus

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht die Zuspitzung an der strategischen Meeresstraße mit tiefem Unbehagen – der globale Warenverkehr steht auf dem Spiel.

heute 00:03 Uhr | 2 mal gelesen

Es ist wieder einmal ernst geworden an der Straße von Hormus. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) äußerte sich – wenig überraschend – mit deutlich beklommener Miene zur aktuellen Zuspitzung. In einem Interview mit der Funke-Mediengruppe betonte sie, dass das Wiederaufflammen der Spannungen nicht nur regional beunruhigend sei: "Was wir hier erleben, droht das labile Gleichgewicht auf den globalen Märkten weiter zu erschüttern." Die Unsicherheit nehme zu, Öl- und Gaspreise könnten empfindlich steigen. Gerade jetzt, so meint Reiche, müssten sich alle Akteure rasch an einen Tisch setzen. "Wenn wir verhindern wollen, dass der wirtschaftliche Schaden ausufert, führt kein Weg daran vorbei, die freie Passage durch die Meerenge gemeinschaftlich zu sichern." Gleichzeitig sorgt ein Twitter-Post von US-Präsident Donald Trump für zusätzliche Verwirrung. Er kündigte an, das US-Militär werde iranische Schiffe sowie deren Partner am Verlassen oder Betreten der Gewässer hindern. Mehr noch: Für nichtiranische Frachter solle künftig eine 20-Prozent-Abgabe auf sämtliche Waren gelten. Die Straße von Hormus ist eine der neuralgischen Wasseradern für den internationalen Transport von Öl und LNG. Seit Beginn des Konflikts ist die Passage gefährlich – manche Frachter meiden inzwischen die Route ganz.

Die erneute Eskalation an der Straße von Hormus sorgt weltweit für Unruhe, da die Meerenge zu den wichtigsten Knotenpunkten der globalen Energieversorgung zählt. Katherina Reiche mahnt zur schnellen diplomatischen Vermittlung, da die Unsicherheit an den Finanz- und Rohstoffmärkten spürbar wächst und Lieferketten unterbrochen werden könnten. Aktuelle Recherchen zeigen, dass die USA tatsächlich verstärkte Militärpräsenz in der Region aufbauen und erste Reedereien alternative Routen prüfen, um möglichen Angriffen oder politischen Repressalien zu entgehen.

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