Roderich Kiesewetter kritisiert die geplanten Minensucheinsätze in der Straße von Hormus als nicht durchdacht genug und warnt davor, sich auf halbgare Lösungen einzulassen. Er plädiert dafür, dass Europa entschlossener und umfassender militärisch und politisch auf die Bedrohungen in der Region reagiert und dabei auch die wirtschaftlichen Beziehungen zu Teheran stärker einschränkt – notfalls mit härteren Sanktionen. Spannend ist, dass diese Debatte aufkommt, während die Spannungen im Nahen Osten weiter zunehmen: Erst vor wenigen Tagen gab es erneut Angriffe auf Handelsschiffe durch mutmaßlich iranisch unterstützte Gruppen, was die internationale Schifffahrt zunehmend verunsichert (siehe u.a. Berichte von [DW](https://www.dw.com/de), [Spiegel](https://www.spiegel.de)). Politisch wächst der Druck auf Berlin und Brüssel, nicht nur rituelle Ankündigungen zu machen, sondern auch spürbare Konsequenzen für den iranischen Handel zu ziehen. Viele Beobachter erinnern an frühere Einsätze wie Atalanta am Horn von Afrika – robust, aber auch technisch und politisch schwierig. Relevante Diskussionen laufen derzeit auch zur europäischen Sanktionspolitik, etwa im EU-Parlament, das Maßnahmen gegen Finanztransaktionen mit dem Iran erwägt. Solche Stimmen wie Kiesewetters rücken den Zwiespalt aus Realpolitik und Werten einmal mehr ins Rampenlicht.
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