Freitagnacht ein Vorfall in Galati, Rumänien: Eine Drohne kracht in einen Wohnblock – laut Nato ein russisches Gerät. Wadephul kommentierte am Sonntag in der ARD, solche Angriffe ließen sich womöglich mit ausgefeilterer Abwehr besser verhindern. Für ihn steht fest: Die Nato müsse noch klarer zu verstehen geben, dass es in Fragen der Gebietsverteidigung keine Zugeständnisse gäbe – Null-Toleranz, so sein Standpunkt. Nebenher betreibt Wadephul intensive Lobbyarbeit in New York. Er wirbt dort für einen deutschen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Interessant: Deutschland genieße, seiner Ansicht nach, den Ruf als Vermittler, dem keine eigenen wirtschaftlichen Motive unterstellt werden. 'Viele blicken in komplizierten Zeiten geradezu selbstverständlich nach Berlin', meint er. Besonders die breite Rückendeckung aus Afrika erstaunt, es herrsche offenkundig ein großes Vertrauen. Zur Erinnerung: Demnächst steht die Wahl der nichtständigen Sitze im Sicherheitsrat an – außer Deutschland bewerben sich noch Österreich und Portugal. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Übertriebene Erwartungen sind riskant, aber die globale Lage verlangt nach Aktivität.
Wadephul mahnt nach dem Drohnenangriff in Rumänien, die Nato müsse deutlicher und kompromissloser in Luftverteidigung investieren, sonst könnten ähnlich gefährliche Situationen nicht angemessen begegnet werden. In New York laufen parallel die diplomatischen Bemühungen für Deutschlands UN-Sicherheitsratssitz, wobei vor allem das internationale Vertrauen in Deutschlands Rolle als neutraler Moderator hervorgehoben wird. Neue Entwicklungen zum russischen Drohnenkrieg an der Nato-Grenze erhöhen den Druck – zuletzt warnte beispielsweise Nato-Generalsekretär Stoltenberg ebenfalls vor wachsenden Bedrohungen, gerade in Mittel- und Osteuropa, und forderte gezielte Investitionen in moderne Verteidigungssysteme (Bekräftigt durch Berichte in aktuellen internationalen Leitmedien).