Ramona Pop wendet sich gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für Jugendliche, da sie in solchen Maßnahmen nur einen scheinbar einfachen, aber letztlich unwirksamen Weg sieht. Sie fordert stattdessen gezielte und strenge Regulierungen von Plattformen, wie das Verbot automatischer Standortfreigaben und das Unterbinden von Endlos-Feeds oder Autoplay bei Videos. Laut unveröffentlichtem Verbraucherreport finden es die meisten jungen Erwachsenen zudem wichtiger, dass die Anbieter Verantwortung für Sicherheit übernehmen, statt junge Nutzer auszuschließen. Ergänzend dazu haben jüngste Diskussionen in der EU sowie von Bundesfamilienministerin Prien ein Mindestalter für die Nutzung von Social Media gefordert, doch die Kritik an generellen Verboten bleibt groß – viele Expert:innen plädieren für einen Mittelweg aus Schutzmaßnahmen und digitaler Teilhabe. Studien zeigen, dass übermäßige Social-Media-Nutzung das psychische Wohlbefinden insbesondere bei Jüngeren beeinträchtigen kann, gleichzeitig aber auch Möglichkeiten für Bildung und soziale Kontakte bietet. In Deutschland wird derzeit verstärkt über Transparenzpflichten, technische Zugangsbeschränkungen und bessere Aufklärung debattiert, damit Kinder sicherer und souveräner mit digitalen Diensten umgehen lernen.