US-Börsen unter Druck – Technologieaktien besonders betroffen

Die Wall Street musste zum Wochenschluss deutlich Federn lassen. Der Dow Jones sackte auf 52.146 Punkte ab, was einem Rückgang von 0,8 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Auch S&P 500 und Nasdaq gingen mit kräftigen Verlusten aus dem Handel – vor allem die Tech-Branche rutschte spürbar ab.

17.07.26 22:15 Uhr | 18 mal gelesen

Ein bisschen spürte man zum Handelsende die Nervosität: Etliche Anleger schienen es plötzlich eilig zu haben, sich von Tech-Werten zu trennen. Was dahinter steckt? Nun, das kurze KI-Glücksgefühl wird wohl von Zweifeln an einem zu schnellen Höhenflug abgelöst. Die Zahlen zu den Export- und Importpreisen aus den USA fielen gemischt aus – Exportpreise verteuerten sich mit 0,6 Prozent stärker als vermutet, während Importpreise nicht wie angenommen gefallen, sondern, wenn auch nur leicht, gestiegen sind. "Da spielen wahrscheinlich die steigenden Preise für Rohstoffe die Hauptrolle," sagt Andreas Lipkow, Marktbeobachter bei CMC Markets. Das wiederum heizt die Debatte an, ob die Fed womöglich doch früher an der Zinsschraube drehen könnte. Beim Devisenhandel zeigte sich der Euro am Freitagabend leicht schwächer und pendelte um 1,1438 Dollar. Kurios: Gold konnte im Gegenzug messbar zulegen – für eine Feinunze wurden am Abend 4.010 Dollar aufgerufen, knapp ein Prozent mehr als zuvor. Ölfans hatten ebenfalls wenig Anlass, sich zu beklagen: Die Nordsee-Sorte Brent schnellte um fast vier Prozent auf 87,54 Dollar pro Barrel nach oben. Märkte, so scheint’s, lieben derzeit die Achterbahn.

Am Freitag brachen die US-Börsen spürbar ein; spezielles Augenmerk lag auf den deutlichen Kursverlusten der Technologieaktien. Verunsichert wurden Investoren durch unerwartet gestiegene Exportpreise und stagnierende Importpreise in den USA, was zusammen mit steigenden Rohstoffpreisen Spekulationen über eine mögliche Zinserhöhung der US-Notenbank schürte. Während der Dollar fest blieb und der Euro einen leichten Dämpfer erlitt, konnten Gold und vor allem Öl von der Unsicherheit profitieren – offenbar als sichere Häfen beziehungsweise durch die aktuellen Markttrends. Laut aktuellen Artikeln aus führenden deutschen Medien (u.a. „Der Spiegel“ und „Frankfurter Allgemeine Zeitung“) stehen die US-Börsen weiterhin im Zeichen großer Unsicherheit: Investoren sind hin- und hergerissen zwischen Inflationssorgen und Hoffnungen auf einen anhaltenden KI-Boom, wobei Tech-Aktien wie Nvidia oder Apple besonders volatil bleiben. Die Inflation in den USA gibt aktuell widersprüchliche Signale, insbesondere wegen überraschend robuster Arbeitsmarktdaten und hartnäckig hoher Rohstoffpreise – beides Faktoren, die die Zinserwartungen der Märkte immer wieder aufs Neue beeinflussen. Parallel dazu deuten Marktbeobachter auf verstärkten Kapitalzufluss in sichere Anlagen wie Gold und Staatsanleihen hin, während Experten die nächsten Schritte der Fed kritisch abwarten.

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