Mit einer schonungslosen Ansage fordert Sahra Wagenknecht, dass Jens Spahn seinen Posten räumen soll. Für Wagenknecht reicht die Debatte weit über das Privatleben des CDU-Politikers hinaus. Sie spricht davon, dass Leihmutterschaft Babys zur handelbaren Ware mache – eine Entwicklung, vor der sie regelrecht zurückschrecke. Das Miet-Modell für Mutterbäuche sei aus ethischen und rechtlichen Gründen in Deutschland zurecht untersagt.
Schon öfter sei Spahn durch 'Wort und Tat' aufgefallen: Während der Coronapandemie empfahl er harte Einschränkungen, während er im Hintergrund vertrauliche Spendengalas organisierte – laut Wagenknecht mit nicht offengelegten Geldquellen. Außerdem erinnert sie an millionenschwere Maskendeals auf Kosten des Staates, die Spahns politischem Umfeld enorme Gewinne einbrachten. Angesichts dessen sei sein ständiges Zureden auf Verzicht für einfache Menschen angesichts seiner eigenen, seit Jugend im Bundestag verbrachten Karriere und eines Lebens auf Staatskosten aus ihrer Sicht schwer erträglich. Ein bisschen verstörend findet Wagenknecht das alles schon, aber vielleicht, sagt sie, sei politische Glaubwürdigkeit heutzutage ohnehin ein Auslaufmodell.
In den letzten Tagen brodelt die Diskussion um Leihmutterschaft erneut, da Jens Spahn in den USA offenbar durch eine solche Praxis Vater geworden ist – was in Deutschland gegen das Gesetz verstößt. Während einige Stimmen auf mehr Offenheit in diesem Bereich drängen, prallen besonders ethische, juristische und politische Überzeugungen hart aufeinander; das zeigt auch die Emotionalität, mit der Sahra Wagenknecht Spahns Verhalten kritisiert. Hinzu kommen erneut Vorwürfe gegen Spahn bezüglich früherer fragwürdiger Geschäfte (Maskendeals, Spendengalas), was das Vertrauen in politische Vorbilder weiter erschüttert. Recherchen zeigen, dass das Thema Leihmutterschaft gerade wieder verstärkt in den Medien diskutiert wird, wobei sich die gesellschaftliche Haltung – zwischen Ablehnung und Akzeptanz – als ausgesprochen gespalten präsentiert.