Sophie Koch macht deutlich: Der Kinderwunsch queerer Paare ist legitim, kommerzielle Leihmutterschaft sieht sie dennoch skeptisch – nicht zuletzt wegen ethischer und rechtlicher Bedenken. Besonders das Abstammungsrecht hinke der gesellschaftlichen Realität weiterhin hinterher, da es queere Eltern und deren Kinder benachteilige und Unsicherheiten schaffe. Nach aktueller Rechtslage in Deutschland müssen queere Paare oft langwierige Adoptionsverfahren durchführen, um rechtlich beide als Elternteile anerkannt zu werden – ein Zustand, der laut Koch dringend reformiert werden sollte. Laut Informationen der Süddeutschen Zeitung wurde das Vorhaben einer Reform zwar im Koalitionsvertrag vereinbart, aber bislang nicht umgesetzt. Mögliche Änderungen könnten das sogenannte „Mit-Mutterschafts-Modell“ – also die automatische Elternschaft auch der nicht-gebärenden Partnerin – beinhalten. Laut taz wird die Debatte von der Sorge begleitet, dass Kinderrechte und das Wohl der Leihmütter gewahrt bleiben, sowohl im Inland als auch international, vor allem, wenn ausländische Leihmutterschaften ins Spiel kommen.
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