Wadephul äußert deutliche Bedenken angesichts israelischer Offensive im Südlibanon

Kurz vor der Entscheidung zu Deutschlands möglichem Sitz im UN-Sicherheitsrat spart Johann Wadephul (CDU) nicht mit offener Kritik an Israels militärischem Vorgehen im Süden des Libanon. Während seines Aufenthalts in New York äußert sich der Bundesaußenminister am Sonntag sichtlich besorgt.

31.05.26 22:58 Uhr | 3 mal gelesen

Es ist ein Thema, das die Nerven blank liegen lässt – nicht nur in Nahost: "Das Weitervorrücken der israelischen Streitkräfte im Süden des Libanon stimmt mich sehr nachdenklich," ließ Wadephul durchblicken. Israel mag verständliche Sicherheitsbedürfnisse haben, das stellte der Minister klar, aber wenn Zivilisten am meisten unter der Eskalation leiden und Landstriche praktisch entvölkert werden, dann, so meint er, sei damit langfristig kein Frieden oder Sicherheit gewonnen – weder für Israel noch für die Region. Israel müsse bei Militäreinsätzen gegen die Hisbollah Rücksicht nehmen – auf die Unversehrtheit der Menschen im Land und auf lebenswichtige Infrastruktur. Um den Libanon zu stabilisieren, so Wadephul weiter, müsse vor allem der libanesische Staat selbst handlungsfähig werden. Das könne gelingen, wenn die Regierung endlich das Gewaltmonopol beansprucht und entschlossener gegen die Hisbollah auftritt. Persönlich bleibt bei mir ein nagendes Gefühl: Ist das realistisch, angesichts der schwachen Regierung und der tiefen Gräben im Land? Manchmal trifft politische Rhetorik eben auf eine Wirklichkeit, die kaum Spielraum lässt.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich am Sonntag erneut besorgt über das israelische Vorgehen gegen die Hisbollah im Süden Libanons geäußert. Seiner Ansicht nach ist nicht allein Israels Sicherheit gefährdet, sondern auch das zivile Leben im Libanon; er fordert einen verantwortungsvollen Militäreinsatz unter Berücksichtigung von Menschenrechten und funktionierender Infrastruktur. Laut aktuellen Berichten wächst international der Druck auf Israel und die libanesische Regierung, eine Eskalation zu vermeiden: Während Israel mit Grenzüberschreitungen der Hisbollah die Angriffe begründet, geht vielen jedoch die Zerstörung ziviler Strukturen entschieden zu weit. Im UN-Kontext werden diplomatische Lösungen gesucht, auch weil Deutschland an einem Sitz im Sicherheitsrat interessiert ist und seine Vermittlerrolle betont. Besonders hervorzuheben ist, dass Libanons eigene politische Krise – inklusive der Schwäche im Umgang mit der Hisbollah – als zentrales Problem gilt. Dazu melden viele Medien, dass sich die Situation an der israelisch-libanesischen Grenze stetig zuspitzt, mit zunehmenden Verlusten auf beiden Seiten und wachsenden humanitären Konsequenzen für die Zivilbevölkerung.

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