Champions-League-Endspiele neigen manchmal dazu, die Nerven wie auf einer scharfen Rasierklinge zu spannen. Dieses Finale hat auf jeden Fall geliefert – und zwar in jeder Hinsicht. Die Verlängerung? Zum ersten Mal seit einer halben Ewigkeit wieder torlos, was fast schon ironisch wirkte nach solch einer wilden Begegnung. Im Stadion, prall gefüllt mit 67.000 erwartungsvollen Zuschauern, begann Arsenal mutig. Nach einem Fehler des PSG-Kapitäns Marquinhos und einem, sagen wir mal, unfreiwilligen Assist von Trossard war Havertz zur Stelle – und knallte das Ding unter die Latte. Sein zweites Endspieltor überhaupt. Es ist schon faszinierend, wie so ein Spiel kippen kann: PSG, Ballbesitz bis zum Abwinken, aber Arsenal mit einer Verteidigungsleistung, die fast schon stoisch war. Angriffswellen der Pariser wurden von Saliba, Gabriel und Co. immer wieder an Land gezogen, während vorne Havertz und Kollegen bei Kontern ihre Chancen witterten.
Nach einer Pause – die vermutlich vielen Herzen im Stadion guttat – wurde das Ganze noch hitziger. PSG wurde spürbar aggressiver, Arsenal verteidigte weiter mit Zähnen und Klauen. Dann kam es: Kvaratskhelia holte einen Elfer, Dembélé verwandelte eiskalt zum Ausgleich. Der Ausgleich spülte plötzlich neues Leben durch die Pariser Reihen. Es folgte eine Drangphase, in der Kvaratskhelia nur das Aluminium traf. Vitinha schlenzte knapp daneben, bei Arsenal hingegen wurde es allmählich dünn mit Torchancen. Kurz vor Schluss musste Dembélé angeschlagen raus – manchmal sind die kleinen Dramen mindestens so spannend wie das große.
Im Nachschlag ging es offen zur Sache. Barcola bereitete eine Riesenchance von Ramos vor, doch Raya parierte. Auf der anderen Seite brachte Rice noch einige Standards gefährlich vors Tor. Am Ende blieb’s beim 1:1 – und Elfmeterschießen. Während die Pariser ihre Nerven halbwegs im Griff hatten, verzogen Eze und Gabriel für Arsenal, wofür man wohl keinen Trost findet. Das ist Fußball: Mit allen Höhen, Absurditäten und diesem besonderen Kreislauf zwischen Hoffnung und Enttäuschung.
Im diesjährigen Champions-League-Finale bezwang PSG nach einem dramatischen 1:1 nach 120 Minuten den FC Arsenal im Elfmeterschießen mit 4:3 und verteidigte seinen Titel erfolgreich. Insbesondere war es PSGs Ballbesitzspiel, das die Partie prägte, während Arsenal mit Disziplin und Kontergelegenheiten dagegenhielt – auch mental ein Spiel mit vielen Umschwüngen. In der aktuellen Berichterstattung (u.a. 'Süddeutsche Zeitung', 'Spiegel', 'Zeit Online') wird betont, wie sehr sich die Mannschaft von Luis Enrique als gefestigt präsentierte und trotz früher Rückschläge an ihrem Matchplan festhielt. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass PSGs Elfmeterschießen-Sieg die Diskussionen um die Zukunft des Klubs und mögliche Transfers weiter anheizt. Außerdem analysieren Experten, ob Arsenal es versäumt hat, nach dem frühen Tor mutiger nach vorne zu spielen, und loben den Schiedsrichter für ein insgesamt souveränes Auftreten.