Dramatische Wendung: Schalke setzt sich gegen Halle erst nach Verlängerung durch

Der FC Schalke 04 musste beim DFB-Pokal-Auswärtsspiel beim Halleschen FC ordentlich zittern: Erst im Nachschlag der Verlängerung machte der Favorit mit einem 5:2 alles klar. Zunächst brachte der Underdog aus Sachsen-Anhalt die Gäste ordentlich ins Wanken.

24.08.26 23:23 Uhr | 2 mal gelesen

Das Ganze fing für den Außenseiter fast märchenhaft an. In einer Szene, die eigentlich harmlos wirkte, schien der Ball irgendwie an Kastulls Fuß zu kleben — plötzlich war das Ding drin, 1:0 für Halle. Das Publikum tobte, die Schalker blickten sich ratlos an. Nach Wiederanpfiff kam mehr Zug in Schalkes Spiel, und nach einigen Anläufen bugsierte Ljubicic das Leder schließlich ins Netz – eine Mischung aus Willen, Pressing und irgendwie Glück. Dann ging alles ganz schnell: Ein Foul an Sylla, Dzeko vor dem Elfmeterpunkt – eiskalt eingeschoben. Jetzt hätte man denken können, das Favoritenbild ist wieder gerade gerückt, aber weit gefehlt. In den Schlussminuten: Eckball Halle, Durcheinander, und Stierlin schiebt den Ball aus der Hektik heraus zum Ausgleich über die Linie. Plötzlich war wieder alles offen, die Halle bebt, ehrlich gesagt stand die Partie für einen kurzen Moment gefühlt auf der Kippe. In der Extrazeit setzte sich dann doch die Abgebrühtheit der Schalker durch: Sylla nach einem flipperartigen Hin und Her vor dem Tor, Adamu mit Übersicht und Kraft, Dzeko am Ende noch mit einer Art Siegel – 5:2. Halle, inzwischen dezimiert und platt, konnte einfach nicht mehr gegenhalten. Trotzdem: Bis kurz vor Schluss ließ sich Schalke mehr als einmal überraschen, das hätte auch anderes laufen können. Und ehrlich – das war ein echter Pokalfight, so, wie man ihn selten noch erlebt.

Dieses Pokalduell zwischen Zweitligist Schalke und Regionalligist Halle war ein Wechselbad: Halle witterte zwischenzeitlich sogar eine Sensation, kämpfte verbissen und egalisierte spät. Doch erst in der Verlängerung griff der Favorit richtig durch und nutzte physische Vorteile sowie die individuelle Klasse. Der Ausgang mag eindeutig klingen, doch über weite Strecken litt Schalke sichtlich und musste Schwerstarbeit verrichten. Neuere Medienberichte heben besonders hervor, wie knifflig solche Spiele für große Vereine sind – sie schieben die Favoritenrolle vor sich her, stolpern aber durchaus über die Leidenschaft der Außenseiter (z.B. in der FAZ und taz). In Foren und Kommentarspalten wird diskutiert, dass Schalke trotz des klaren Ergebnisses Schwächen in der Defensive offenbarte, und wie beeindruckend Halles Kampfeswille war. Zusätzlich wird angemerkt, dass solche Duelle den besonderen Wert des Pokalwettbewerbs ausmachen: Hier ist alles möglich, und große Namen sind kein Garant, souverän durchzumarschieren – das zeigte sich auch in den Zusammenfassungen der einschlägigen Sportteile von Spiegel und Zeit.

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