Mal hopp, mal topp – die US-Börsen erleben zur Wochenmitte ein ständiges Auf und Ab, das einen irgendwann an den klassischen Jahrmarkt erinnert. Während der Dow Jones zum Handelsende ein kleines Polster von 0,3 Prozent zulegt und bei 53.417 Zählern landet, geht es für den Nasdaq-Index ordentlich bergab: 1 Prozent Minus, Endstand 29.023 Punkte. Auch der S&P 500 zeigte sich nicht gerade in Bestform, mit 0,3 Prozent Abschlag auf jetzt 7.653 Zähler.
Richtig turbulent wurde es im Technologiebereich. Die sogenannten Tech-Riesen, besonders im Chip-Metier – etwa Nvidia und Intel –, verloren binnen Stunden rund drei Prozent an Wert. Für Unternehmen wie Micron Technology, Sandisk und Seagate fiel die Zwischenbilanz sogar noch finsterer aus: teils bis zu minus sechs Prozent. Nervenflattern bei den Aktionären? Sicherlich. Aber irgendwo zwischen Versorgungsengpässen, geopolitischer Unsicherheit und den ewigen Schwankungen der Halbleiterbranche liegen viele Gründe. Ganz ehrlich: Wer sich in diesem Segment bewegt, muss wohl Nerven aus Drahtseilen haben. Und dabei reden Börsenexperten von einer Achterbahnfahrt, die so schnell nicht endet – der berühmte lange Atem scheint gefragt.
Es gab aber auch Lichtblicke – amerikanische Staatsanleihen wurden attraktiver, denn deren Renditen sanken. Verantwortlich dafür könnte eine frische Überlegung des US-Finanzministeriums sein: Wiederkäufe von Schuldtiteln könnten kurzfristig für Beruhigung sorgen, meinen etliche Analysten.
Der Euro fiel etwas ab, notierte zuletzt bei rund 1,1663 US-Dollar. Für einen US-Dollar mussten Anleger also etwas weniger als 0,86 Euro locker machen.
Kurios stark: Gold zog zum Handelsende deutlich an und notierte bei 4.651 Dollar je Feinunze. Pro Gramm zahlen Käufer damit stolze 128,21 Euro. Offenbar suchen doch genug Leute lieber ein sichereres Plätzchen für ihr Geld, als sich in der turbulenten Börsenwelt aufzureiben.
Für die Ölbranche lief’s zum Start in die Woche weniger rund: Brent gab um satte 2,5 Prozent nach, was den Preis auf 92,02 Dollar je Barrel sinken ließ. Auch das zeigt: An den Rohstoffmärkten kommt derzeit keine rechte Ruhe auf.
Zum Wochenanfang präsentierten sich die US-Börsen im Zick-Zack-Modus: Der Dow konnte sich mit leichten Gewinnen behaupten, während Tech- und insbesondere Chipwerte massive Abgaben verzeichneten. Hinter den Ausschlägen steckt die Kombination aus unsicherer Chip-Nachfrage, Handelskonflikten sowie Engpässen bei der Versorgung – also alles Zutaten für zittrige Hände am Parkett. Während Gold als sicherer Hafen gesucht war und der Euro nachgab, schwächelte auch der Ölpreis. Inzwischen häufen sich Stimmen, die eine Neuausrichtung und Diversifizierung der Chip-Lieferketten in Richtung Europa und Asien ins Spiel bringen, um die Abhängigkeit vom US-Markt zu lockern.
Neue Informationen aus der letzten Recherche zeigen, dass einige Börsianer die jüngsten Marktschwankungen auch als Folge des bevorstehenden Starts der US-Berichtssaison und der Unberechenbarkeit der FED-Politik werten. Nach Einschätzung mehrerer Medien ist zudem auffällig, dass sich Investoren zunehmend an den Leitzinsen und makroökonomischen Rahmendaten orientieren, was die Unsicherheit erhöht. Außerdem wächst die Angst, dass anhaltende Handelsrestriktionen gegenüber China die Chipbranche international umkrempeln könnten.