Wall Street ringt um Richtung – Chipbranche schwächelt auffällig

Der Wochenstart an der New Yorker Börse gestaltete sich alles andere als eindeutig. Besonders Halbleiter-Aktien kamen schwer unter Druck.

24.08.26 22:30 Uhr | 2 mal gelesen

So ein Tag, an dem irgendwie alles und nichts passiert: Während der Dow Jones ein kleines Plus von 0,3 Prozent aufs Parkett legte (53.417 Punkte), rutschte die Nasdaq-Technologiebörse um etwa ein Prozent auf 29.023 Punkte nach unten. Auch beim S&P 500 sah’s wenig rosig aus – minus 0,3 Prozent, was ihn bei 7.653 Punkten ins Ziel schickte. Hauptleidtragende waren diesmal eindeutig die Chiphersteller. Während Platzhirsche wie Intel und Nvidia je drei Prozent einbüßten, wurden Micron Technology, Sandisk und Seagate regelrecht verprügelt – minus sechs Prozent, das schmerzt. Jenseits des Aktientrubels passierte noch etwas anderes: Die Renditen von US-Staatsanleihen gingen zurück, offenbar ausgelöst durch Gerüchte, das US-Finanzministerium könnte neue Programme zur Anleiherückkäufen planen. Und dann das Spiel mit den Währungen: Der Euro geriet im Dollar-Vergleich leicht ins Hintertreffen (1,1663 Dollar pro Euro, andersherum 0,8574 Euro pro Dollar). Wer stattdessen auf Gold gesetzt hatte, konnte sich freuen – ein Prozent Wertzuwachs brachte die Feinunze auf stolze 4.651 Dollar (ca. 128,21 Euro pro Gramm). Öl dagegen wurde deutlich günstiger: Der Preis für Nordsee-Öl (Brent) sackte um 2,5 Prozent auf 92,02 Dollar pro Fass ab – ein sattes Minus von 2,37 Dollar gegenüber dem Vortag. Das Auf und Ab der Märkte erinnerte fast an eine Betriebsamkeit im Taubenschlag: Gerade die Tech-Werte schwanken seit einiger Zeit wilder, und mit jedem neuen Gerücht aus Washington oder neuen Spannungen zwischen China und den USA bekommen die Notierungen einen weiteren Schubs.

Am US-Aktienmarkt ist das Bild weiter von großer Nervosität und wechselhaften Impulsen geprägt – der Industriesektor hielt sich immerhin leicht im Plus, doch die großen Technologiewerte, prominente Halbleiteraktien im Speziellen, belasteten die Marktstimmung deutlich. Hinter den Kurskapriolen stehen vor allem Sorgen über abebbende Nachfrage und Unsicherheiten durch geopolitische Konflikte sowie laufende Spekulationen zu möglichen politischen Eingriffen in den Anleihemarkt. Hinzu kommt eine Verlagerung vieler Investoren auf traditionelle Anlageklassen wie Gold und Anleihen; Faktoren wie schwächelnde Konjunkturdaten und wechselhafte Währungsrelationen (Euro-Dollar) verschärfen das Bild weiter. Online finden sich zudem Stimmen, die betonen, dass die kurzfristigen Kursbewegungen teils von übertriebenen Hoffnungen auf Künstliche Intelligenz in großen Tech-Unternehmen und zugleich von Unsicherheit rund um Handelsstreitigkeiten befeuert werden. Neuere Berichte bestätigen die Absicht des US-Finanzministeriums, mit neuen Rückkaufprogrammen zu experimentieren – und heben die stark gestiegene Volatilität, gerade im Tech-Segment, hervor.

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