Ein Winter-Neuzugang als Matchwinner: Mitten im frostigen Kellerduell köpfte Thomas Keller – gerade eben erst aus Heidenheim gekommen – nach einer Rossipal-Ecke in der 35. Minute zur Führung für Dresden ein. Was für ein Einstand, so etwas wünscht sich jeder: Die Szene war irgendwie typisch für Dynamo an diesem Tag; wachsam, zupackend und vielleicht auch mit etwas Glück ausgestattet. Schon kurz nach Wiederanpfiff folgte das 2:0 durch Jakob Lemmer, der nach Paulis energischem Ballgewinn aus nicht-bester Schussposition flach einschob – Fürths Keeper Schlieck sah dabei, nun ja, nicht gerade sicher aus. Trotz emsigen Bemühens flatterten die Franken immer weiter dem Tabellenende entgegen, ohne wirklich gefährlich zu werden. Dresden dagegen entlud nach Abpfiff spürbar die aufgestaute Anspannung – endlich mal ein Spiel, das Mut macht und die Hoffnung nährt, dass es diesmal vielleicht nicht abwärts geht. Apropos, die Resultate der Parallelspiele: Der 1. FC Nürnberg ringt die SV Elversberg hauchdünn mit 3:2 nieder. Und Preußen Münster muss sich dem Karlsruher SC 0:2 geschlagen geben. Ja, und manchmal ist so ein Spieltag eben ein kleiner Befreiungsschlag.
Mit dem 2:0-Erfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth verschafft sich Dynamo Dresden etwas Luft im Abstiegskampf der 2. Bundesliga und reicht die Sorgen des Tabellenletzten weiter. Bemerkenswert war dabei der Treffer des Winterzugangs Keller, der damit gleich im ersten Spiel für neue Hoffnung sorgte, sowie das frühe 2:0 von Lemmer, das die Partie entschied. Laut neuesten Spielberichten und Stimmen bleibt die Personaldecke der Dresdner dünn, dennoch sieht Trainer Markus Anfang den Sieg als 'Initialzündung' für die Rückrunde (laut faz.net und zeit.de). Aus der Liga gibt es steigende Spannung im Tabellenkeller: Zeitgleich gewann Nürnberg knapp, während auch Karlsruhe wichtige Punkte sammelte. Die Stimmung in Dresden ist verhalten optimistisch, Fürth dagegen steht vor schwierigen Wochen. Die aktuelle Nachrichtenlage bestätigt: Speziell im Abstiegskampf spitzt sich die Lage weiter zu, da engstehende Teams mehrfach noch aufeinander treffen werden.