Gabriel Felbermayr soll neuer Wirtschaftsweiser werden

Die Bundesregierung plant, Gabriel Felbermayr als neues Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung einzusetzen.

heute 11:48 Uhr | 2 mal gelesen

Eigentlich hätte es kaum überraschender kommen können – das Bundeskabinett hat am Mittwoch, nach Initiative von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), beschlossen, Gabriel Felbermayr für den renommierten Kreis der Wirtschaftsweisen vorzuschlagen. Seine Amtszeit wäre bis Ende Februar 2031 veranschlagt – fast ein Jahrzehnt voller ökonomischer Herausforderungen wartet also. Felbermayr ist aktuell Chef des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Wien, daneben lehrt er an der Wirtschaftsuniversität der Stadt. Der Mann war zuvor Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft – nicht gerade eine Leichtgewichts-Station. Inhaltlich bewegt er sich unter anderem im Geflecht von internationalem Handel, dem Arbeitsmarkt und dem Großraum europäische Integration. Reiche betonte, das Gremium gewinne mit ihm einen Spezialisten für Handelspolitik, Geoökonomie und europäische Vernetzung. Das, so schiebt sie noch hinterher, sei in turbulenten Zeiten wichtiger denn je. Felbermayr übernimmt die Position von Ulrike Malmendier, deren Zeit im Rat nun abgelaufen ist. Übrigens – es bleibt spannend, ob er in den politischen Diskussionen tatsächlich Akzente setzen kann oder die Konsensmaschine nach altem Muster läuft. Zeit wird zeigen, wie viel frische Luft durch den Rat weht.

Gabriel Felbermayr wurde von der Bundesregierung als neues Mitglied für den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vorgeschlagen; seine Expertise in internationalen Handelsfragen und europäischer Wirtschaftspolitik gilt als besonders wertvoll angesichts globaler Unsicherheiten. Mehrere Medien berichten übereinstimmend von seiner Wahl, wobei insbesondere seine Rolle als Direktor in Wien und seine Erfahrungen aus Kiel betont werden. In aktuellen Debatten um wirtschaftliche Resilienz und Deutschlands Rolle im weltweiten Handel dürfte Felbermayr eine prägende Stimme werden. Nach weiteren Recherchen hat Felbermayr in jüngsten Stellungnahmen vor allem die Notwendigkeit eines angepassten, flexiblen Wirtschaftskurses in Europa betont, der sowohl auf Innovation als auch auf kluge Regulierung setzt; daneben äußerte er wiederholt Skepsis gegenüber zu einseitigen protektionistischen Maßnahmen. Auch die Übergabe von Ulrike Malmendiers Mandat an Felbermayr wird unterschiedlich bewertet, einige Experten begrüßen frischen Wind im Sachverständigenrat, während andere auf die Kontinuität vertrauen.

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