Neben dieser überraschend konkreten Idee stehen in ihrem Krisenkatalog noch mehr: Bürokratie soll für Unternehmen kleiner werden, egal ob groß oder mittel, und die Stromsteuer ebenso sinken. Nicht nur die ganz Großen der Wirtschaft sollen profitieren, sondern auch die kleinen Räder im Getriebe – so heißt es wörtlich. Und oben drauf: Die Grünen fordern, hohe Einkommen stärker zu besteuern. Sie möchten einen neuen Tarif, der schon ab 120.000 Euro greift – oder ab 240.000 Euro bei Paaren. Wer richtig viel verdient, soll dann fast die Hälfte abgeben – 45 Prozent und ab einer noch höheren Schwelle sogar 48 Prozent. Es ist ein Balanceakt, um Entlastung und Solidarität zugleich zu schaffen. Da schwingt zwischen den Zeilen leise Hoffnung, aber auch ein Hauch Skepsis mit – ob das tatsächlich politische Mehrheiten findet?
Das Kernstück des Vorschlags der Grünen ist die grunderwerbssteuerfreie Möglichkeit für Familien, einmal im Leben ein selbstgenutztes Haus oder eine Wohnung erwerben zu können. Damit soll der private Vermögensaufbau begünstigt werden, während Mehrfachkäufe mit einer erhöhten Steuer belegt werden – so möchte man Spekulationen am Immobilienmarkt entgegenwirken. Zusätzlich plant das Papier Bürokratieabbau für Unternehmen sowie niedrigere Stromsteuern für private Haushalte und Mittelstand; parallel dazu wird eine stärkere Besteuerung von hohen Einkommen vorgeschlagen, um eine gerechtere Beitragserhebung zu erreichen. Im Netz kursieren ergänzende Hintergründe: Während der Immobilienmarkt in Deutschland weiter unter Preisdruck steht, steigen die Kosten für Bauherren stetig an – erschwerte Kreditbedingungen, hohe Materialpreise und ein Mangel an Baugrund verschärfen die Lage zusätzlich. Zahlreiche Fachleute fordern Entlastungen, doch die Umsetzung bleibt politisch umkämpft. Besonders in urbanen Gebieten ist Wohneigentum für viele kaum noch erreichbar, weshalb gezielte Steuererleichterungen als notwendiger Schritt angesehen werden, aber auch die Gefahr bergen, von Investoren umgangen zu werden.