Das DIW warnt angesichts der angespannten Lage vieler Unternehmen vor einer generellen Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge und fordert stattdessen staatliche Förderung, um die Verbreitung von Betriebsrenten zu steigern. Mit 20 Millionen Beschäftigten ohne Betriebsrente sieht der DGB massiven Nachholbedarf, wohingegen Ökonomen wie Fratzscher vor zu starren Regularien warnen und mehr Flexibilität und Verantwortung vonseiten des Staates fordern. Inzwischen hat auch SPD-Politiker Klingbeil die Initiative unterstützt, doch kurz vor dem geplanten Reform-Gipfel bleibt offen, wie viel Bewegung die Debatte noch aufnimmt. Aktuelle Recherchen zeigen: Die Bundesregierung diskutiert inzwischen eine umfassendere Einbindung der Betriebsrente zur Stabilisierung des Rentensystems. Gleichzeitig tauchen Zweifel an der Finanzierbarkeit für KMU auf und in den Medien steigen die Forderungen nach einfacheren Zugangsmöglichkeiten für Arbeitnehmer, wie neue digitale Meldeverfahren oder zusätzliche Steuervergünstigungen. Auch die Frage der Systemgerechtigkeit steht im Raum, sodass Vorschläge zur gezielten Förderung von Geringverdienern und einer verbesserten Portabilität der Betriebsrentenplattformen im Zentrum der weiteren Debatte stehen.
10.06.26 00:05 Uhr