Laut einer neuen Studie des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung, auf die sich die 'Bild' beruft, erfüllt inzwischen etwa ein Viertel der Schülerinnen und Schüler in Deutschland nicht einmal mehr die grundlegenden Mathematikstandards. Vor etwas mehr als zehn Jahren lag der Anteil noch bedeutend niedriger – bei 16 Prozent –, jetzt sind wir schon bei 24 Prozent angekommen. Schlimm genug, aber es kommt noch mehr dazu: Die erreichten Werte im Umgang mit Computern und Informationstechnologien nehmen genauso ab. Übrigens betrifft das Problem nicht nur Gesamtschulen oder Haupt- und Realschüler, sondern zieht sich bis in die Gymnasien. Was noch? Immer mehr Jugendliche gehen am Ende ohne Abschluss nach Hause; mittlerweile sind es rund acht Prozent der gleichaltrigen Bevölkerung, die keinen Schulabschluss machen. 2024 lag die Quote bei knapp sieben Prozent, 2022 noch etwas darunter. Jedes Mal, wenn ich so eine Statistik sehe, kratzt mich das: Wie kann es sein, dass eine moderne Gesellschaft offenbar dabei zusieht, wie mathematische Grundbildung als Selbstverständlichkeit zunehmend verloren geht? Ist Mathe zu trocken oder fehlt es am richtigen Zugang? Vielleicht, aber es sind auch strukturelle Fragen – wie viel Zeit, Geld und Aufmerksamkeit investieren wir eigentlich wirklich ins Bildungssystem? Oder verlieren wir uns in Randdiskussionen? Ich kann jedenfalls verstehen, wenn Lehrkräfte und Eltern langsam verzweifeln.
Eine aktuelle Studie zeichnet ein beunruhigendes Bild: Deutsche Schülerinnen und Schüler tun sich zunehmend schwerer mit grundlegender Mathematik. Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss steigt, und besonders auffällig ist der Rückgang computerbezogener Kompetenzen, was gleichermaßen alle Bildungszweige betrifft. Neuere Presse-Recherchen heben hervor, dass Faktoren wie pandemiebedingte Unterrichtsausfälle, soziale Ungleichheiten und ein Mangel an qualifizierten Lehrkräften die Situation zusätzlich verschärfen – etwa berichten FAZ, Zeit und Süddeutsche (Stand: Juni 2024) über steigende Herausforderungen bei der Lehrergewinnung und den Bedarf an umfassenden Reformen.