Friedrich Merz beginnt Abschluss des G7-Gipfels mit Treffen mit Kanadas Premier Carney

Am letzten Tag des G7-Treffens in Évian-les-Bains startete Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit einem Gespräch mit dem kanadischen Regierungschef Mark Carney in den Tag.

heute 09:37 Uhr | 4 mal gelesen

Kurz nach Sonnenaufgang am Mittwoch suchte Merz das direkte Gespräch mit Kanadas Premierminister Carney – ein Austausch abseits des großen Gipfeltisches, der auf etwa 20 Minuten angesetzt war. Persönliche Diplomatie in hektischen Zeiten, könnte man meinen; niemand weiß so recht, was solche Gespräche im Hintergrund tatsächlich auslösen, aber offenbar sollen sie das Eis brechen. Im Anschluss daran begann die vierte Arbeitssitzung des Gipfels, bei der nicht nur die Vertreter der führenden Industrienationen am Tisch saßen: Auch die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds sowie der OECD-Generalsekretär wurden hinzugezogen. Ihr Ziel: Dem globalen Wachstum nach Jahren der Krisen wieder einen „balancierten und nachhaltigen“ Schub zu geben – ein sperriges, fast schon zu hochfliegendes Wort, bei dem ich mich frage, ob damit tatsächlich gehandelt oder bloß geredet wird. Die Mittagssitzung wirkte dann wie ein Bruch zum Vormittag: Es ging um Künstliche Intelligenz – und plötzlich saßen die Chefs von Tech-Riesen wie OpenAI und Anthropic mit am Tisch. Die Digitalisierung zieht ihre Kreise, und ganz ehrlich: Man hätte nicht gedacht, dass Merz & Co sich so offen mit den Innovatoren treffen würden. Später waren sogar Einzelgespräche zwischen Merz und einzelnen Tech-CEOs vorgesehen. Was da wohl zwischen Tür und Angel besprochen wird?

Am letzten Tag des G7-Gipfels in Frankreich traf Kanzler Friedrich Merz frühmorgens Kanadas Premier Mark Carney für ein eher kurzes, aber möglicherweise wegweisendes Gespräch. Anschließend lag der Fokus der offiziellen Sitzungen auf der Stabilisierung und Wiederbelebung des Weltwirtschaftswachstums – ein Thema, das durch die aktuellen geopolitischen Spannungen, steigende Zinsen und die Inflation besonders brisant wirkt. Im zweiten Teil des Tages lenkten die Teilnehmer dann ihren Blick auf Künstliche Intelligenz, wobei führende Tech-Unternehmer ins Gespräch eingebunden wurden, um Chancen, Risiken und Regulierungen dieser Technologie für die internationale Politik auszuloten. Laut aktuellen Berichten führten dabei insbesondere die transatlantischen Handelsbeziehungen, die Unterstützung der Ukraine, das Verhältnis zu China sowie die Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen im Bereich Digitalisierung die Debatten an. Darüber hinaus zeigte sich laut der Süddeutschen Zeitung, dass ein neues Maßnahmenpaket gegen Steuervermeidung multinationaler Unternehmen diskutiert wurde. Und: Im Hintergrund wird auch über die Rolle Europas in einer immer stärker von technologischen Standards geprägten Weltwirtschaft gerungen.

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