Ich erinnere mich noch ziemlich genau an meine ersten Tage als Chemikerin im Labor – zwischen Bunsenbrenner und trüben Glasgefäßen dachte ich häufiger: Warum gibt es eigentlich keine kluge Fernsehsendung, die Wissen spannend und alltagstauglich rüberbringt? Das Ergebnis: 'MAITHINK X' war geboren. Zehn Jahre später ist daraus ein echtes TV-Phänomen geworden – manchmal kann ich das selbst kaum glauben. Besonders freut mich, so Mai Thi, dass wir gezeigt haben: Wissenschaft muss kein trockenes Zeug sein. Unterhaltung und Wissenschaft, das geht tatsächlich zusammen!
Frisch zur Jubiläumsstaffel wagt sich das Team mit einem eigenen TikTok-Kanal gezielt an ein jüngeres Publikum. Social Media als Brücke vom Labor zur Sofaecke: Manchmal frage ich mich, was Professoren alter Schule wohl davon halten würden. Ziel ist jedenfalls, junge Menschen an Wissenschaft heranzuführen – und auch die, die sonst mit dem linearen Fernsehen wenig am Hut haben.
Inhaltlich ist die Staffel wieder randvoll mit Themen, die irgendwo zwischen Kopfkratzen und Kaffee-mit-Kollegen-Gespräch kreisen: Sind Süßstoffe ein heimlicher Gesundheitsfeind? Was wissen wir nach zwei Jahren Pandemie wirklich über Long Covid und ME/CFS? Und wie sicher ist eigentlich unser Wasser? Zwischendurch: Warum unsere Erinnerung oft mehr Illusion als Realität ist. PFAS – auch bekannt als Ewigkeitschemikalien – und die Frage, wie giftig unser Alltag inzwischen ist. Was macht eigentlich Musik mit uns? Und als Draufgabe: Eine nette Selbstzerfleischung über die Wissenschaft hinter dummen Entscheidungen.
Klingt nach einem wilden Ritt, und genau das ist Programm: Wissenschaft, aber bitte mit Haltung und Humor. Wer mehr will, findet die Sendung im ZDF-Streamingportal. Einen Fun Fact zum Schluss: Schon der Pressetext dieser Staffel ist fast so locker geschrieben wie die Show selbst. Für Presse- oder Fotofragen gibt’s kompetente Kontakte beim ZDF – oder man folgt einfach dem offiziellen LinkedIn-Kanal.
Die Sendung „MAITHINK X – Die Show“ erreicht mit ihrer Jubiläumsstaffel einen beachtlichen Meilenstein und zeigt, wie Wissenschaftsvermittlung im Fernsehen moderne Wege gehen kann. Sie bindet Social Media verstärkt ein, etwa durch einen neuen TikTok-Kanal, um gezielt jüngere Zuschauer an Bord zu holen. Inhaltlich bleibt das Format seiner Linie treu: drängende Themen, wie etwa die Sicherheit von Süßstoffen, die lange unterschätzte Problematik von Long Covid, die Bedeutung von sauberem Wasser oder die unterschätzten Risiken von PFAS, werden zugänglich erklärt – stets mit einem Augenzwinkern, aber fundiert.
Aktuelle Recherchen belegen auch, wie solche Formate in der deutschen Medienlandschaft immer wichtiger werden: In den letzten Tagen wurde über verwandte Themen häufig berichtet. Beispielsweise thematisiert die Süddeutsche Zeitung den aktuellen Stand der Wissenschaftskommunikation und betont die wachsende Bedeutung von Social Media bei der Aufklärung über Gesundheits- und Umweltthemen. Auf Spiegel Online werden die Herausforderungen angesprochen, die Long Covid und ME/CFS für Betroffene und das Gesundheitssystem bringen. Und die Zeit hat sich in einem ausführlichen Beitrag der Problematik rund um PFAS und deren mangelhafte Regulierung gewidmet. Diese Crossmedialität und inhaltliche Aktualität sind entscheidend, schließlich gelingt echter Gesellschaftsdialog nur, wenn Medien die Menschen dort abholen, wo sie gerade sind.