US-Aktien schließen schwächer – Gold gibt deutlich nach

Am Dienstag dominierten Verluste die US-Börsen. So notierte der Dow Jones zum Handelsschluss bei 49.149 Punkten und lag damit 0,6 Prozent unter dem Vortageswert. Auch S&P 500 und Nasdaq 100 mussten Federn lassen – ein eher trüber Börsentag, der von geopolitischen Unsicherheiten überschattet wurde.

21.04.26 22:48 Uhr | 5 mal gelesen

Während am Markt die Nervosität wegen der eingefrorenen Iran-Verhandlungen spürbar war, rückte auch die Anhörung zur Bestätigung von Kevin Warsh als möglicher Fed-Chef ins Rampenlicht: Warsh fühlte sich dabei gezwungen klarzustellen, dass er keineswegs 'Trumps Marionette' sei. Ein Zitat, das wohl noch nachhallen dürfte. Dennoch stellt Senator Thom Tillis sich quer und will kein grünes Licht geben, solange die Ermittlungen gegen den aktuellen Notenbankchef nicht abgeschlossen sind – pikanterweise könnte genau das die vielbeschworene Unabhängigkeit der Fed in Frage stellen. Gestützt auf diese Konflikte verlor der Euro am Dienstagabend an Boden und notierte bei nur noch 1,1748 US-Dollar. Noch auffälliger gestaltete sich der Rutsch beim Gold: Der Preis für die Feinunze fiel auf 4.703 US-Dollar, ein Minus von immerhin 2,4 Prozent. Öl wiederum entglitt dem allgemeinen Abwärtstrend: Der Preis für Brent-Rohöl kletterte abends auf satte 100,70 Dollar pro Barrel. Bemerkenswert, wie gegensätzlich manche Märkte reagieren – während Edelmetalle abrutschen, legt das schwarze Gold zu.

Der Dienstag war kein ruhiger Tag an der Wall Street: Neben der erneuten Unsicherheit rund um den US-Iran-Konflikt setzten die Börsianer verstärkt auf politische Faktoren wie die Personalie Kevin Warsh an der Spitze der US-Notenbank. Die Märkte quittierten das mit spürbaren Verlusten – allen voran der Dow Jones sowie die großen Indizes verloren deutlich. Besonders bemerkenswert: Der Goldpreis geriet ungewöhnlich stark unter Druck, während der Ölmarkt durch die aktuellen politischen Spannungen profitierte. Nach aktuellen Wirtschaftsberichten ist dieses Wechselspiel keineswegs überraschend: Analysten sehen in der Unsicherheit an den Märkten einen Haupttreiber der Volatilität. Außerdem flossen Daten zur aktuellen Entwicklung des Ölmarkts ein – unter anderem durch neue Fördermengen aus den USA und laufende Diskussionen um mögliche Exportrestriktionen, was den Preisanstieg zusätzlich befeuern könnte. In den letzten 48 Stunden ist zu beobachten, dass sowohl geopolitische Ereignisse als auch US-amerikanische innenpolitische Entscheidungen die Märkte immer wieder ordentlichen Schwankungen unterziehen.

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