US-Aktienmärkte drehen nach technologischem Frühschub ins Minus

Am Dienstag schwankten die Wall Street-Indizes deutlich: Nach kurzem Aufbäumen im Technologiesektor überwogen Verluste.

09.06.26 22:17 Uhr | 10 mal gelesen

Dienstagnacht an der New Yorker Börse: Der Dow Jones verabschiedete sich mit 50.872 Punkten aus dem Handel, ein plus von etwa 0,2 Prozent. Aber das war's auch schon mit den guten Nachrichten, denn der marktbreite S&P 500 gab mit etwa 7.385 Punkten 0,3 Prozent nach – ähnlich trostlos der Nasdaq 100, der um 1,1 Prozent auf etwa 29.085 Punkte zurücksetzte. Ein etwas irritierender Verlauf, denn noch in den ersten Handelsstunden sah alles nach einer kleinen Rallye im Tech-Segment aus – nur um später unter dem Druck zunehmender Zinssorgen einzuknicken. Tech-Aktien gelten bekanntlich als besonders „nervös“, wenn die Inflationsdaten und die Aussicht auf eine straffere Zinspolitik im Raum stehen. Mancher Investor bekam da wohl kalte Füße, zumal Unsicherheiten sich wie ein feines Nieselregen über die Märkte legten. Am Devisenmarkt zeigte sich der Euro etwas stärker, notierte am Abend bei 1,1541 US-Dollar – umgekehrt also: Für einen Dollar erhielt man 0,8665 Euro. Wenig glänzend lief der Abend für Gold: Mit 4.257 US-Dollar je Feinunze rutschte der Preis um 1,7 Prozent ab – was umgerechnet etwa 118,58 Euro pro Gramm sind. Und auch das schwarze Gold – sprich Brent-Öl – verlor ordentlich an Wert: Am späten Abend lag der Preis mit 91,65 US-Dollar pro Fass fast drei Dollar unter dem Vortag. Was das alles unterm Strich heißt? Hm, nicht gerade ein Festtag für Finanzoptimisten.

Der Dienstag brachte an der Wall Street vielerorts Rückgänge – nach einem freundlich startenden Tech-Sektor bestimmten am Ende doch wieder Zins- und Inflationssorgen das Geschehen. Marktbeobachter verweisen darauf, dass Anleger gerade bei technologielastigen Titeln besonders empfindlich auf geldpolitische Signale reagieren, weil diese Papiere oft stark von günstigen Finanzierungskonditionen abhängen. Im Gegensatz dazu zeigten Euro und Ölpreis zumindest teilweise Stabilität oder moderate Schwankungen, während Gold als klassisches „Sicherer Hafen“-Asset diesmal überraschend wenig Zuspruch erhielt. Recherche 2024: In den letzten 48 Stunden dominiert an den US-Börsen die Unsicherheit um die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank. Experten diskutieren intensiv, ob eine baldige Pause bei Zinserhöhungen greifbar ist, während Industriedaten teils enttäuschen. Auch geopolitische Spannungen – etwa der Ukrainekrieg und Handelskonflikte – sorgen für zusätzliche Volatilität an den Märkten.

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