Zunächst sah es alles andere als nach einem Favoritensieg aus: Frankreich hielt zwar oft den Ball, biss sich aber an Senegals disziplinierter Defensive die Zähne aus. Die Westafrikaner wirkten mutig und waren in Hälfte eins dem Führungstor sogar näher – Jackson knallte das Leder ans Aluminium, Sarr verzog freistehend kurz vor dem Pausenpfiff. 0:0 zur Halbzeit, viele im Stadion rieben sich die Augen. Dann, wie aus dem sprichwörtlichen Nichts, die Wende: Nach der Pause drehte Frankreich plötzlich auf – Mbappé veredelte einen schnellen Angriff nach Olise-Pass. Senegal wehrte sich leidenschaftlich; ein Abseitstor von Jackson brachte Hoffnung, wurde aber zurückgenommen. Der Knackpunkt: Barcola, eben erst eingewechselt, schlich sich clever durch Senegals Abwehr, Rabiot servierte mustergültig – 2:0 für Frankreich. Senegal gab nicht auf, kämpfte in der Nachspielzeit noch einmal verbissen: Mbaye dribbelte sich durch, knallte zum 2:1 ein – ein Moment, in dem sogar die eingefleischtesten Frankreich-Fans nervös wurden. Doch wer denkt, das war's, kennt Mbappé schlecht: Der Star zog aus gut 20 Metern ab, wuchtete das Leder links unten rein und besiegelte den französischen Sieg. Unterm Strich ein mühsamer, später Erfolg.
Frankreich zitterte sich im ersten WM-Spiel gegen Senegal zu einem 3:1-Auftaktsieg, nachdem sie im ersten Durchgang eher schwach wirkten. Mbappé stellte sich einmal mehr als spielentscheidender Faktor heraus, während besonders Senegals defensive und offensive Momente in der ersten Hälfte überzeugten. Medienberichten zufolge wurde der Sieg kontrovers diskutiert, da Senegal lange mindestens ebenbürtig war und Schiedsrichterentscheidungen – speziell das aberkannte Tor – für Redebedarf sorgten. Zudem wurde berichtet, wie Frankreich seinen Rhythmus erst nach der Halbzeit fand und von der individuellen Klasse seiner Stars profitierte. Senegal hingegen muss nun punkten, will man die nächste Runde noch erreichen.