Wacklige US-Börsen, Ölpreis stürzt ab: Was den Markt bewegt

Am Dienstag zeigten sich die US-Börsen mit reichlich Gegenwind – einige Indizes legten zu, andere sackten ab. Gleichzeitig rutschte der Ölpreis spürbar nach unten.

heute 22:21 Uhr | 4 mal gelesen

Dienstagabend in New York, zwischen Hoffen und Bangen: Der Dow Jones verabschiedete sich mit starken 51.999 Punkten ins Börsen-Nirwana, was immerhin ein sattes Tagesplus von 0,6 Prozent bedeutete. Im Gegensatz dazu lag der S&P 500 zuletzt leicht im roten Bereich bei ungefähr 7.550 Punkten – ein Minus von 0,1 Prozent. Noch drastischer kam es an der Nasdaq: Hier rauschte der Nasdaq 100 sogar um 1,9 Prozent auf rund 29.970 Zähler ab. Anleger scheinen momentan vor allem die morgige Zinsentscheidung der US-Notenbank auf dem Radar zu haben. In den Gesprächen am Handelstisch sah man reichlich Spekulation, dass die Fed erstmal an den aktuellen Zinsen festhält. Hinzu kamen neue Schlagzeilen rund um den Iran-Krieg. So heißt es, die USA könnten dem Iran nach neuesten Abmachungen einen sofortigen Export von Öl und Treibstoff erlauben. Kaum kursierte das Gerücht, machte der Ölpreis einen ordentlichen Knick: Am Dienstagabend kostete ein Barrel Brent 79,76 US-Dollar – satte 4,1 Prozent oder 3,41 Dollar weniger als tags zuvor. Und sonst? Während der Euro leicht zulegte (1,1608 US-Dollar je Euro), konnte sich auch Gold behaupten. Für eine Feinunze Gold zahlte man am Dienstagabend 4.333 US-Dollar, das sind 0,4 Prozent mehr. Umgerechnet auf Gramm sind das 120,02 Euro. Interessant, wie schnell die Märkte auf politische Verwerfungen reagieren – manchmal dauert das nicht mal einen Wimpernschlag.

Die US-Börsen präsentierten sich am Dienstagabend reichlich gemischt: Während der Dow Jones zulegen konnte, rutschten Technologie-Werte wie der Nasdaq deutlich ins Minus. Entscheidend für die Unsicherheit: Die anstehende US-Zinssitzung und frische Entwicklungen um den Iran, die nicht nur den Ölpreis stark ins Wanken brachten, sondern auch einen Blick auf die Abhängigkeit der Märkte von politischen Entscheidungen warfen. Laut aktuellen Medienberichten beeinflussten zudem zusätzliche Faktoren die Schwankungen – etwa neue US-Wirtschaftsdaten, schwankende Anlegerstimmung und kurzfristige Spekulationen vor der Fed-Entscheidung. Ergänzend zeigen aktuelle Analysen aus renommierten Wirtschaftsmagazinen, dass bei der Zinssitzung am Mittwoch insbesondere die Aussagen der Fed zu künftigen Zinsschritten, Inflationserwartungen und der weiterhin angespannten geopolitischen Lage im Fokus stehen. Viele Volkswirte warnen zugleich vor zu viel Optimismus: Auch wenn eine Leitzins-Pause wahrscheinlich scheint, könnten steigende Energiepreise, Unsicherheit im Nahen Osten und Konjunktursorgen jederzeit wieder für Volatilität sorgen. Bemerkenswert ist zudem, dass bei Gold momentan wieder Zuflüsse zu verzeichnen sind – was fast immer als Krisenbarometer zu verstehen ist.

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