Das Verteidigungsministerium hält es für wahrscheinlich, dass Tierversuche im Rahmen militärischer Forschung zumindest bis 2029 zunehmen werden. Während konkrete aktuelle Zahlen als geheim eingestuft sind, lassen frühere Werte einen schwankenden, aber insgesamt hohen Tierverbrauch vermuten. Kritiker*innen wie Ina Latendorf (Die Linke) fordern einen klaren Stopp schwerer Tierversuchsprojekte bei der Bundeswehr und den Beginn eines gesellschaftlichen Umdenkens in der Forschung. Ergänzender Blick: Nicht nur in Deutschland, auch international gibt es starke Debatten über die ethischen und wissenschaftlichen Grundlagen von Tierversuchen — vor allem, wenn diese der militärischen Entwicklung dienen. In Frankreich gab es zuletzt Berichte über vermehrte Kritik an vergleichbaren Praktiken im Verteidigungssektor. Nach der Deutschen Tierschutzbund-Jahresstatistik ist der militärische Anteil zwar geringer als etwa im Bereich der Pharmaforschung, aber die emotionale Brisanz ist ungleich größer. Auffällig ist auch, dass in der Debatte um Forschung und Ethik nur selten transparent dargelegt wird, inwiefern alternative Methoden schon jetzt etabliert oder erprobt werden.
16.06.26 23:22 Uhr