Unionsfraktion und SPD pochen auf Einsicht: Warum durfte WM-Schiedsrichter Artan nicht in die USA?

Union und SPD machen Druck: Sie erwarten von den USA endlich klare Worte, warum der somalische WM-Schiedsrichter Omar Artan nicht zur Einreise zugelassen wurde.

heute 00:02 Uhr | 5 mal gelesen

„So richtig nachvollziehen kann das momentan niemand“, meint Stephan Mayer (CSU) angesichts der US-Entscheidung, den Schiedsrichter Omar Artan gar nicht erst ins Land zu lassen. Öffentlich stauen sich darum die Fragen – Mayer findet: Die amerikanischen Behörden sollten endlich erklären, was hinter dem Verbot steckt. Wenn es Verdachtsmomente gäbe, die mit Sicherheit argumentieren, wäre das, so unbequem es auch ist, zumindest nachvollziehbar. Ganz ähnlich sieht das auch Adis Ahmetovic von der SPD: Es ist schon irritierend, dass ein offiziell ausgewählter Schiedsrichter einer WM außen vor bleibt, ohne dass jemand halbwegs nachvollziehbar darlegt, was eigentlich los ist. Letztlich ist jede Grenzentscheidung Sache der jeweiligen Behörden, aber eine läppische Auskunft oder gar Schweigen – das fänden selbst politische Routiniers wie Mayer und Ahmetovic zu wenig, angesichts der öffentlichen Wahrnehmung und des internationalen Anlasses. Übrigens: So ein Punkt, der sich nicht nur zwischen Zeilen verkriecht, sondern offen angesprochen wird.

Sowohl die Unionsfraktion als auch die SPD kritisieren offen den Umgang der US-Behörden mit dem Einreiseverbot für Schiedsrichter Omar Artan, dessen spezifischer Grund bislang im Dunkeln bleibt. Gefordert wird mehr Transparenz, insbesondere da die Intransparenz bei einem global beachteten Sportereignis wie der WM Fragen nach Fairness und Diplomatie aufwirft. In den letzten Tagen wurde international beobachtet, wie solche Einreiseverbote auch im Zusammenhang mit Sicherheitsbedenken oder nicht offengelegten politischen Erwägungen stehen könnten – die USA schweigen aber bislang konsequent zum konkreten Fall, was Spekulationen Vorschub leistet.

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