SPD-Ministerin Bas widerspricht Merz in Rentenfrage

Bärbel Bas, Bundesarbeitsministerin und SPD-Vorsitzende, hat klare Worte gegen Friedrich Merz' jüngste Rente-Thesen gefunden und pocht auf die Absprachen im Koalitionsausschuss.

heute 18:07 Uhr | 2 mal gelesen

Bärbel Bas bringt es auf den Punkt: Nach Jahrzehnten harter Arbeit ist eine anständige Rente für sie schlicht ein Gebot der Gerechtigkeit – ohne blumige Umschweife. Im Gespräch mit dem 'Spiegel' betonte sie, die aktuelle Reformkommission schufte gerade mit ordentlich Zeitdruck daran, dass die Altersvorsorge in Deutschland irgendwie mehr bleibt als ein simpler Trostpreis fürs Leben. Und ehrlich gesagt, so Bas, sei das auch das Selbstverständnis des ganzen Systems: Verlässlich, gerecht, krisensicher. Ein Detail, das sie Merz wohl gerne nochmals auf den Tisch legt. Denn wie vereinbart, sollen erstmal die Ergebnisse dieser Expertenrunde abgewartet werden – alles andere wäre letztlich Aktionismus auf Zuruf. Genau daran halte sie sich, sagte Bas sehr klar. Zum Hintergrund: Merz (CDU) hatte jüngst – mit wenig Zuversicht – behauptet, die zukünftige Rente würde nicht mehr sein als schlichter Basis-Schutz.

Das aktuelle Rentensystem steht am Scheideweg: Während Bärbel Bas den gesellschaftlichen Wert würdevoller Altersvorsorge betont, sieht Friedrich Merz die Zukunft der Rente skeptischer – fast schon als Sparversion. In anderen Medien spiegeln sich die Sorgen vieler Bürger:innen wider, allen voran die Frage, wie Generationengerechtigkeit bei schwindenden Beitragszahlern eigentlich praktisch aussehen kann. Nach neuesten Beschlüssen der Bundesregierung wird wohl zunehmend über Zuzahlungen aus Steuern und die Rolle einer privaten Vorsorge diskutiert – auch weil immer wieder Stimmen laut werden, das Rentenalter weiter zu erhöhen und alternative Modelle wie die Aktienrente zu prüfen.

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