Am vergangenen Montag zählte die FDP etwa 780 Neumitglieder – ein beeindruckender Schub für eine Partei, die in letzter Zeit eher mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen hatte. Den 80 Austritten, die dem gegenüberstanden, konnte die FDP damit deutlich mehr neue Unterstützer entgegensetzen. Martin Hagen, Generalsekretär der Liberalen, äußerte sich gegenüber den Funke-Zeitungen fast begeistert: Seit Ostern sei ein neuer Elan spürbar, spätestens aber nach der Wahl des neuen Führungsteams am jüngsten Parteitag. „Es motiviert uns, dass sich so viele Menschen nach dem Parteitag entschieden haben, bei uns einzutreten.“ Über Jahre dümpelte die Mitgliederzahl der Liberalen etwa um die 70.000 – 2021 war der Wert kurz auf über 77.000 geklettert, sank bis zum (vorläufigen?) Ende der Ampel-Koalition aber wieder kräftig. Im Vorjahr lag sie bei knapp 69.000. Nun scheint der Trend leicht nach oben zu zeigen. Ein möglicher Grund: Auf dem Parteitag Ende Mai gab es eine Richtungsentscheidung, als Wolfgang Kubicki sich in letzter Minute gegen die kurzfristig aufgestellte Marie-Agnes Strack-Zimmermann durchsetzte. Die von Kubicki vorgeschlagenen Partei-Vizes und nicht zuletzt Martin Hagen als Generalsekretär fanden allesamt Zustimmung. Es bleibt abzuwarten, wie lange der Schwung anhält – zumal Mitgliederbewegungen oft eine Momentaufnahme sind, die sich bald wieder drehen können.
Die FDP hat nach ihrem jüngsten Parteitag einen bemerkenswerten Mitgliederzuwachs erlebt: Rund ein Prozent mehr Parteieintritte, konkret 780 an einem Tag, heben die Gesamtzahl erstmals seit längerer Zeit wieder leicht an. Diese Entwicklung fällt mit dem Führungswechsel in der Partei zusammen – Wolfgang Kubicki löste als Parteichef eine auffällige Dynamik aus, nachdem er sich überraschend gegen seine Gegenkandidatin durchsetzen konnte. Aktuelle Medienberichte betonen, dass diese Zahlen zwar positiv seien, aber auch zeigen, wie volatil politische Unterstützung ist – verbunden mit der Frage, ob der Trend von Dauer bleibt.