Bundesliga-Kracher: Bayern siegen beim BVB – Drama bis zur letzten Minute

Im spannungsgeladenen Duell an der Tabellenspitze holte der FC Bayern einen packenden 3:2-Auswärtssieg gegen Borussia Dortmund. Dortmund eröffnete das Feuerwerk bereits in Halbzeit eins, geriet aber später ins Hintertreffen.

heute 20:33 Uhr | 5 mal gelesen

Ein präziser Freistoß von Daniel Svensson segelte in den Strafraum, wo Nico Schlotterbeck entschlossen zum Kopfball ansetzte und zur Dortmunder Führung einköpfte (26. Minute). Bis zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung eher zäh, von intensiven Duellen und vielen kleineren Fouls geprägt, nennenswerte Torraumszenen blieben rar – insgesamt agierten beide Teams recht diszipliniert und defensiv stabil. Während die Borussen strukturiert verteidigten, fiel es Bayern schwer, das Abwehrbollwerk zu überwinden. Bitter für Dortmund: Emre Can musste noch in der ersten Hälfte verletzt raus, was Unruhe ins Mittelfeld brachte. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Münchner sichtbar die Schlagzahl. Joshua Kimmich passte kompromisslos in die Zentrale, von wo Serge Gnabry mit dem Kopf zu Harry Kane weiterleitete und dieser eiskalt vollstreckte – Ausgleich in der 54. Minute. Die Bühne gehörte jetzt den Bayern, die zehn Minuten später nach einem Foul an Stanisic einen Elfmeter zugesprochen bekamen. Kane trat an und verwandelte, obwohl Gregor Kobel die Ecke ahnte (70. Minute). Ein schon fast klassisches Hin und Her setzte ein – Dortmund gab nicht auf. In der heißen Schlussviertelstunde schalteten die Bayern einen Gang zurück, was direkt bestraft wurde: Sabitzer bediente Svensson, der mit einem trockenen Schuss den 2:2-Ausgleich markierte (83.). Der BVB witterte die Chance, doch kurz darauf schlug Bayern zurück, diesmal mit Kimmich, der zentral stehend den Ball aus kurzer Distanz einschob (87.). Fast schon beiläufig hätten die Bayern davor noch erhöhen können, Diaz scheiterte jedoch knapp. Letztlich bleibt: Drei wichtige Punkte wandern auf das Münchner Konto – Entspannung für Nagelsmann, Ärger für Terzić.

Bayerns Sieg im Top-Spiel war ein Paradebeispiel für die Bedeutung von Effizienz und individueller Klasse in entscheidenden Phasen der Saison. Der Rekordmeister baute durch den Auswärtserfolg seinen Vorsprung auf den ärgsten Verfolger auf elf Punkte aus und sendete ein deutliches Signal in Richtung Titelverteidigung. Interessanterweise war Dortmunds Defensive lange sattelfest, erst im chaotischen letzten Drittel brach die Stabilität, während die Bayern nach personellen Wechselfehlern und der Verletzung von Emre Can das Heft des Handelns übernahmen. Satte 23-mal standen sich Bayern und Dortmund schon in den letzten zehn Jahren allein in Pflichtspielen gegenüber. Bei den Buchmachern, aber auch in den sozialen Netzwerken werden insbesondere die Entscheidungen des Schiedsrichters heiß diskutiert – vor allem die Elfmeter-Szene (vgl. taz, Spiegel). Im Nachgang misst die Presse den Wechsel von Emre Can und die späte Offensivstärke der Bayern hohe Bedeutung bei. Bayern bleibt auf Titelkurs, Dortmund muss Rückschläge wegstecken und auf weitere Patzer der Konkurrenz hoffen.

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