Für einen Moment sah es aus, als könnte St. Pauli mit dem Schwung aus der ersten Halbzeit tatsächlich dem Favoriten aus Freiburg ein Bein stellen. Danel Sinani nutzte in der 24. Minute die Unordnung nach einer Ecke – und irgendwie war bei seinem Tor mehr Zufall als Plan dabei. Die Hausherren störten clever, wirkten giftig, die Freiburger fanden zunächst keinen Weg durch das Hamburger Pressing.
Doch nach der Pause änderte sich das Bild. Plötzlich waren die Gäste mutiger, variabler im Angriff und machten Druck. Der Ausgleich in der 65. Minute: Matanovic, heute mit einer bemerkenswerten Präsenz, leitet ein, Grifos Schuss wird abgefälscht – wieder Matanovic, der genau im richtigen Moment am richtigen Ort steht. Und als der Pauli-Keeper in der 78. Minute den Ball etwas unglücklich abklatscht, ist erneut Matanovic zur Stelle, zieht ab, Tor.
Das war’s dann auch. In der Tabelle bleibt für St. Pauli wenig Trost – nach wie vor Relegationsplatz, während Freiburg weiter im Mittelfeld auf Kurs bleibt. Bei aller Analyse: So ein Spielverlauf zeigt mal wieder, dass Fußball manchmal keinen Sinn macht und gerade deswegen so faszinierend ist.
SC Freiburg dreht am 27. Spieltag der Bundesliga das Spiel beim FC St. Pauli nach einem 0:1-Rückstand und siegt letztlich verdient 2:1. Der Doppelschlag von Igor Matanovic in der zweiten Hälfte stellt die Weichen, nachdem zuvor Danel Sinani für die Hausherren erfolgreich war. Freiburg klettert damit in der Tabelle weiter, während St. Pauli auf dem Relegationsplatz hängen bleibt. Laut „Kicker“ lobte Freiburgs Trainer die Comeback-Qualitäten seines Teams und hob besonders die zweite Hälfte hervor, in der sich die Cleverness der Mannschaft zeigen sollte. Verschiedene Medien berichten zudem von einer zunehmend angespannten Gemütslage bei St. Pauli angesichts der anhaltenden Schwächephase. Die sozialen Medien diskutieren vor allem die Rollen von Matanovic und Torhüter Vasilj beim Spielverlauf und die Auswirkungen auf die Relegation.