Der stellvertretende Regierungssprecher, Steffen Meyer, hat am Freitag zu den Gerüchten um die Streichung eines Feiertags eine eher zurückhaltende Haltung gezeigt. Er wolle sich nicht zu einzelnen möglichen Optionen äußern, hieß es – auch kein klares Dementi, wie man esch erwarten könnte. Klar ist: In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten tauchen solche Vorschläge immer wieder mal aus der Versenkung auf – wie das berühmte Monster von Loch Ness, soll Kanzler Scholz vor einiger Zeit gesagt haben. Dennoch: Er habe keine Lust, so eine Debatte zu führen, hatte Scholz letztes Jahr betont, dann aber überraschend ergänzt, dass ihm persönlich der Pfingstmontag nicht heilig sei – auch wenn man ihn vermutlich behalten werde. Zuletzt soll die Union beim Koalitionsausschuss einen Vorstoß zur Abschaffung des 1. Mai gemacht haben – offenbar nicht zur Freude der SPD, schrieb der "Spiegel". Mehr Details dazu wollte Meyer nicht kommentieren und betonte den vertraulichen Charakter der laufenden Beratungen. Was oft vergessen wird: Ein zusätzlicher Arbeitstag könnte nach Experteneinschätzung tatsächlich spürbare Effekte aufs Bruttoinlandsprodukt haben – rund 0,2 Prozent mehr, wenn alle mitziehen. In Deutschland gibt es aktuell neun bundeseinheitliche Feiertage, die nie aufs Wochenende fallen und weitere, die rotieren, sodass im Schnitt jährlich einige Werktage wegfallen. Hinzu kommen je nach Bundesland noch zusätzliche Feiertage, was die Debatte besonders kompliziert macht. Am Ende steht die Frage: Rechtfertigt ein knappes Plus an Wirtschaftsleistung wirklich den Verzicht auf gemeinsame freie Tage?
Die Diskussion um die potentielle Abschaffung eines deutschen Feiertags, möglicherweise zur Ankurbelung der Wirtschaft, kocht mal wieder hoch – so richtig Konkretes gibt es aber nicht. Die Bundesregierung hält sich bedeckt; ein klares Nein zur Idee fällt ebenso aus wie eine offizielle Bestätigung. Tatsächlich sind ökonomische Effekte messbar, wenn weniger Feiertage Arbeitstage werden, aber gesellschaftlich und politisch liegt das Thema voller Sprengstoff: Rechte auf Erholung, religiöse und kulturelle Bedeutung der freien Tage, Widerstand aus Gewerkschaften und Teilen der Bevölkerung. Aus der aktuellen Medienlandschaft lässt sich ergänzen, dass laut "Süddeutscher Zeitung" und "Spiegel" die Feiertagsdebatte in den letzten Tagen verstärkt diskutiert wurde. In sozialen Medien und Zeitungen ist der politische Streit um Feiertage ein Symbol für breitere Auseinandersetzungen über Arbeit, Wirtschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Manche Fachleute warnen allerdings vor kurzsichtigen Einschnitten, die den sozialen Frieden und das kollektive Wohlbefinden gefährden könnten.