Ein Sprecher von Alice Weidel, der Vorsitzenden der AfD, erklärte gegenüber der 'Bild', dass man keine Möglichkeit kategorisch ausschließen wolle, wenn es darum gehe, eine stabile Regierung zu ermöglichen. Gleichzeitig betonte er, dass Koalitionsspekulationen mit dem BSW derzeit innerhalb der Partei nur eine geringe Priorität hätten. Vielmehr liegt der Fokus der AfD im aktuellen Wahlkampf darauf, eine eigene Mehrheit der Sitze zu erringen – also ohne Bündnispartner auszukommen.
Die Debatte bekam Schwung durch Aussagen der BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht. Sie erklärte, eine Stimme für ihr Bündnis sorge dafür, dass die sogenannte „Brandmauer“ falle. Ihr Vorschlag: ein parteiloser Ministerpräsident und ein Expertengremium sollen politische Verantwortung übernehmen – dazu will sie mit wechselnden Mehrheiten und ohne pauschale Ausgrenzung arbeiten.
Leif-Erik Holm, Spitzenmann der AfD für Mecklenburg-Vorpommern, sagte der 'Bild', das Ziel sei klar: eine Alleinregierung. Stimmen fürs BSW wären seiner Meinung nach verloren, da er bezweifle, dass es ins Landesparlament schafft. Sollte es doch so kommen, läge Gesprächsbereitschaft vor, aber Holm verlangt vom BSW eine deutliche Positionierung gegenüber der AfD.
Sowohl AfD als auch das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) beobachten einander im Vorfeld wichtiger Landtagswahlen vor allem in Ostdeutschland. Während die AfD öffentlich erklärt, dass sie grundsätzlich Verhandlungen mit dem BSW nicht ausschließt, betonen führende Vertreter gleichzeitig ihre Absicht, möglichst ohne Koalitionspartner auszukommen. Interessant ist, dass Sahra Wagenknecht einen parteilosen Regierungschef und eine flexible Politik anregt, was die politischen Fronten verschiebt und das Konzept der 'Brandmauer' gegen die AfD weiter aufweicht. Laut aktuellen Recherchen bestätigen mehrere Medienberichte, dass die mögliche Zusammenarbeit zwischen AfD und BSW die politische Landschaft Ostdeutschlands weiter polarisiert und für große Unsicherheiten sorgt. Während die AfD vorrangig auf Alleinregierung setzt, bleiben mögliche Kooperationen ein strategisches Hintertürchen. Bisher hält sich das BSW mit klaren Positionierungen zur AfD noch zurück, was die Dynamik weiter antreibt.