Entlastungsprämie wird verlängert – Bundesregierung reagiert auf Kritik und passt Regeln an

Mehr finanzielle Unterstützung für Arbeitnehmer: Die Bundesregierung erweitert die Entlastungsprämie und will so größere Entlastung schaffen als bisher angedacht.

heute 19:00 Uhr | 3 mal gelesen

Nun also tatsächlich: Die im Koalitionsausschuss vorgeschlagene Entlastungsprämie soll Arbeitnehmer noch bis zum 30. Juni 2027 zugutekommen – und nicht, wie anfangs vorgesehen, nur dieses Jahr. Laut einem Bericht aus dem 'Handelsblatt', der sich auf Aussagen 'aus dem Maschinenraum der Politik' stützt, belaufen sich die Gesamtentlastungen auf etwa 2,8 Milliarden Euro. Das ist kein Pappenstiel, zumal Minister Lars Klingbeil (SPD) damit rechnet, dass weit mehr Unternehmen die Prämie ausschütten werden, je länger der Zeitraum läuft – was irgendwie logisch klingt, oder? Union und SPD haben angeblich lange gerungen, bevor sie sich auf eine freiwillige Auszahlung durch Arbeitgeber von bis zu 1.000 Euro im Jahr 2026 einigten. Der Clou: Für die Betriebe bleibt der Betrag steuer- und sozialabgabenfrei; sie können ihn sogar als Betriebsausgabe geltend machen. Die Kehrseite des Ganzen: Die Mindereinnahmen bei den Steuern sollen durch eine frühere Anhebung der Tabaksteuer ausgeglichen werden – die Zigarette am Morgen wird damit also teurer, zugunsten der Beschäftigten. Die ersten Reaktionen nach der Entscheidung? Ein regelrechtes Grummeln in den Reihen vieler Arbeitgeber, die sich Sorgen machen, weil sie angesichts der wirtschaftlichen Flaute kaum noch finanziellen Spielraum sehen. Ursprünglich war das Ganze nur als Angebot an die Firmen gemeint (mit dem charmanten Beigeschmack, dass niemand verpflichtet werden soll), aber jetzt, nach mehreren Runden Nachverhandlungen und angesichts massiver Kritik, scheint sich die Koalition um Kanzler Merz darauf verständigt zu haben, dass die Prämie gar bis ins Jahr 2027 laufen darf. Erstaunlich. Wer hätte das gedacht?

Die Bundesregierung dehnt die Entlastungsprämie für Arbeitnehmer beträchtlich aus – die Abgabefreiheit bleibt bestehen und gilt nun bis Mitte 2027. Dies könnte insgesamt bis zu 2,8 Milliarden Euro kosten, wobei die Finanzierung durch eine vorgezogene Tabaksteuererhöhung aufgefangen werden soll. Die Verlängerung der Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf die Sorgen und Proteste aus Wirtschaftskreisen, die sich hauptsächlich an der Belastung der Unternehmen und dem engen zeitlichen Rahmen entzündet hatten. Interessant ist, dass laut aktuellen Medien mehrere Wirtschaftsverbände weiterhin auf Nachbesserungen pochen, etwa auf eine verpflichtende Beteiligung des Staates an den Kosten oder flexible Auszahlungsmodelle. Darüber hinaus stellt sich in aktuellen Analysen diverser Leitmedien die Frage, ob solche einmaligen Prämien überhaupt reichen, um die alltäglichen Belastungen durch Inflation und Konjunkturtief abzufedern – die Debatte jedenfalls scheint noch nicht abgeschlossen zu sein.

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