E3-Diplomaten widersprechen russischem Atomwaffen-Narrativ in Moskau

Botschafter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben am Donnerstag dem russischen Außenministerium klar widersprochen – sie protestierten gegen Vorwürfe, Frankreich und Großbritannien wollten der Ukraine mit Atomwaffen unter die Arme greifen.

heute 21:35 Uhr | 1 mal gelesen

So steht es zumindest laut Diplomatenquellen, wie der „Spiegel“ berichtet. Alexander Graf Lambsdorff, Nicolas de Rivière und Nigel Casey brachten ihren Protest beim russischen Vizeaußenminister Michail Galusin persönlich vor. Im Mittelpunkt stand eine Demarche: ein formeller, diplomatischer Rüffel also, ausgelöst durch russische Aussagen, Frankreich und Großbritannien verfolgten eine nukleare Unterstützung der Ukraine, um das Kräfteverhältnis zu verschieben. Mit einem gewissen Unbehagen kann man schon fragen: Wer profitiert eigentlich von solchen Gerüchten? Interessanterweise stammen diese Behauptungen nicht nur aus dem russischen Staatsapparat, sondern wurden auch vom Auslandsgeheimdienst SWR und der bekannten Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa, öffentlich lanciert. Für Außenstehende wirkt dieses Wechselspiel aus Vorwürfen, Gegenreden und diplomatischer Inszenierung fast wie ein Schachspiel – nur dass die Figuren hier nicht aus Holz, sondern aus Worten bestehen.

Gerade in geopolitisch angespannten Zeiten greifen Diplomaten immer wieder auf klare, manchmal sogar scharfe Maßnahmen wie eine Demarche zurück, um Fehlinformationen zu begegnen – dieses Mal betraf es die von Russland gestreuten Hinweise auf angebliche Atomwaffen-Pläne der westlichen Staaten in der Ukraine. Neuere Medienberichte, etwa von der FAZ und ZEIT, ordnen diesen Protest ein in den größeren Kontext einer zunehmenden Desinformationsstrategie Russlands, die westliche Einigkeit untergraben soll. Offizielle Stellen aus Paris, Berlin und London wiesen die Vorwürfe kategorisch zurück und betonten, dass es keinerlei Pläne zur nuklearen Aufrüstung der Ukraine gebe; der diplomatische Protest in Moskau stellt daher auch ein klares Signal an die russische Regierung dar, solche Eskalationsnarrative nicht unwidersprochen stehen zu lassen.

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