Spätes Remis: Kanada ringt Bosnien-Herzegowina im WM-Auftakt einen Punkt ab

Vor heimischer Kulisse hat Kanada beim ersten Spiel der WM-Gruppe B gegen Bosnien-Herzegowina einen frühen Rückschlag verdaut und sich nach großem Kampf wenigstens mit einem Unentschieden belohnt.

12.06.26 23:02 Uhr | 4 mal gelesen

Wer schon mal ein Fußballspiel bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt besucht hat, weiß: Kanadier geben nicht so leicht auf. In Toronto lag die Heimmannschaft nach 21 Minuten zurück, nachdem Sead Kolasinac nach einer Ecke clever verlängerte und Jovo Lukic den Ball fast halb im Liegen ins Netz stocherte. Der Schock hielt jedoch nicht lange – im Gegenteil, die Kanadier legten den Vorwärtsgang ein, schnürten die Bosnier in deren Hälfte ein, doch mindestens zwei Rettungstaten, vor allem von Kolasinac und Nihad Katic auf der Torlinie, raubten Kanada zunächst den erhofften Erfolgsmoment. Na ja, man hat von Minute zu Minute gemerkt: Da brennt noch ein Funke Hoffnung. Tani Oluwaseyi und Stephen Eustaquio waren mit rasantem Vorwärtsdrang dabei, doch bei Bosniens Keeper Nikola Vasilj schien zunächst Endstation zu sein. Im letzten Spieldrittel kochte die Stimmung dann richtig hoch. Und wie der Fußball manchmal so ist – ausgerechnet der kurz zuvor eingewechselte Cyle Larin verwandelte in der 79. Minute nach Pass von Promise David kaltschnäuzig und ließ die Zuschauer auf den Rängen endlich jubeln. Verdient oder glücklich? Vielleicht beides. Jedenfalls: 1:1, ein Auftakt mit gemischten Gefühlen – aber definitiv besser als gar nichts.

Das Unentschieden zwischen Kanada und Bosnien-Herzegowina bleibt ein Resultat, das für beide Seiten Chancen und kleine Enttäuschungen birgt. Während die Bosnier lange defensiv kompakt standen und durch ein frühes Tor von Lukic in Führung gehen konnten, zeigte Kanada moralische Stärke und nahm nach zähem Anlaufen wenigstens noch einen Zähler mit – vor allem, weil der eingewechselte Cyle Larin in der entscheidenden Szene die Nerven behielt. Außerdem gab es laut internationalen Medien nach Abpfiff kleinere Diskussionen um die Schiedsrichterentscheidungen, da sich beide Teams in der Zweikampfbewertung etwas benachteiligt fühlten – bei aller sportlichen Fairness. Aktuellen Recherchen nach ist auffällig, dass beide Nationalmannschaften derzeit von einer Verjüngung ihrer Kader geprägt sind und insbesondere Kanada auf den vermeintlichen Heimvorteil für das weitere Gruppengeschehen setzt. Kritisch wurde in mehreren Quellen zudem die Chancenverwertung der kanadischen Angreifer betrachtet – ein Punkt, der in kommenden Spielen über ein Weiterkommen entscheidend sein könnte. Noch zu erwähnen: Das Zuschauerinteresse ist laut aktuellen Berichten in Kanada momentan außergewöhnlich hoch, was aufs nächste Heimspiel sicherlich abfärben wird.

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