Ford schielt bei kommendem Europa-Auto auf Zusammenarbeit

Ford peilt für sein nächstes europäisches Modell erneut eine Entwicklung im Verbund mit einem externen Partner an – die Suche läuft quer durch Kontinente und Branchen.

heute 16:59 Uhr | 1 mal gelesen

Das geplante Fahrzeug von Ford soll nicht auf einer eigenen Architektur basieren, sondern auf dem Baukasten eines anderen Herstellers. Aktuell, so sickerte durch, hält Ford die Fühler in mehrere Richtungen ausgestreckt – Europäer wie Asiaten sind in der engeren Auswahl. Konkrete Namen wurden bisher aber – wenig überraschend – aus Gesprächen in Unternehmensnähe nicht nach draußen getragen. Das Rennen ist also noch offen, was in der Branche für allerlei Gerüchteküche sorgt. Ford setzt damit ganz bewusst auf eingekaufte Technik, eine Strategie, die längst Alltag für den US-Riesen in Europa geworden ist. Während der eigene Geländewagen Bronco quasi als Urgestein auf hauseigenem Fundament daherkommt, entstehen die anstehenden Modelle fast komplett auf fremden Plattformen. Erst kürzlich setzte Ford beim Thema Elektromobilität auf eine Kooperation mit Renault – zwei Modelle stehen hier an. Mit dem chinesischen Hersteller Geely wurde erst vor wenigen Wochen eine weitere Plattform ausgeliehen. Insgesamt sollen bis 2029 fünf frische Modelle das europäische Line-up stärken. Ob dabei auch mal ein ungewöhnliches Partner-Gespann entsteht? Warten wir mal ab.

Ford will seine Strategie, mit neuen Partnern zusammenzuarbeiten, offenbar weiter forcieren: Für das nächste europäische Modell laufen aktuell offene Gespräche, wobei sowohl Hersteller aus Europa als auch aus Asien zur Debatte stehen. Hintergrund ist ein rasanter Wandel in der Autoindustrie; Plattform-Sharing ermöglicht schnellere Markteintritte und geringere Entwicklungskosten. Laut Automobil-Analysten ist diese Vorgehensweise auch als Reaktion auf die zunehmende Konkurrenz und Innovationsgeschwindigkeit chinesischer Hersteller zu deuten. Aktuelle Medienberichte betonen zudem, dass Ford seinen Produktionsstandort in Köln für die neuen Modelle weiter aufrüstet, um flexibler auf kommende Partnerschaften reagieren zu können. Interessant ist, dass parallel in der Branche die Diskussion über Datensouveränität und Softwarezugriff bei solchen Partnerschaften an Fahrt gewinnt.

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