Der Nachmittag in Monte Carlo hatte es in sich, auch wenn die viel beschworene Spannung auf den ersten Blick fehlte. Lewis Hamilton (Ferrari) kämpfte sich auf den zweiten Platz, während Isack Hadjar (Red Bull) als Dritter das Podium komplettierte. Der Start hielt eine bittere Wendung für Max Verstappen (Red Bull) bereit: Statt dem gewohnten Powersprint blieb er einfach stehen und musste den Wagen abstellen – ein Ausfall, der die Fahrerlager-Atmosphäre spürbar drückte. Wie fast zu erwarten war, wurden die ersten Runden von den engen Leitplanken und der berüchtigt schwierigen Überholsituation in Monaco geprägt. Statt Rennaction kam eher das bekannte Monaco-Vor-sich-Hinrollen auf – bis Lance Stroll (Aston Martin) spektakulär in Runde 60 abflog. Safety Car raus, Puls ging für einen Moment hoch, aber letztlich konnte Antonelli nach dem Restart erneut die Spitze behaupten. Kurze Zeit später krachte Charles Leclerc (Ferrari) in die Mauer, das Rennen wurde unterbrochen, Hektik entlud sich in den Boxengassen. Trotzdem blieb an der Spitze alles unverändert: Antonelli, offenbar mit den Nerven eines Pokerspielers, holte sich als jüngster Sieger der Monaco-Historie den ersten Platz. Dahinter sammelten Oscar Piastri (McLaren), Liam Lawson und Arvid Lindblad (beide Racing Bulls), Pierre Gasly (Alpine) sowie Alex Albon (Williams) die weiteren Punkte. Esteban Ocon (Haas) sicherte sich noch zwei Zähler auf Rang neun, Sergio Pérez (Cadillac) schnappt auf Platz zehn zumindest einen einzigen Punkt. Der Deutsche Nico Hülkenberg (Audi) kam mit Strafe nicht über Rang 14 hinaus – ein Frusttag für ihn. In einer Woche geht der Zirkus in Barcelona weiter.
Kimi Antonelli sorgte mit seinem fünften Sieg in Folge für eine beeindruckende Serie und setzte zugleich ein Ausrufezeichen als jüngster Monaco-Gewinner aller Zeiten. Auch wenn das typische Monaco-Rennen lange von wenigen Überholmanövern und viel Prozession geprägt war, fielen durch Ausfälle und Unfälle bekannter Namen wie Verstappen und Leclerc trotzdem wichtige WM-Punkte. In aktuellen internationalen Medien wird besonders hervorgehoben, wie Antonelli mit seiner Nervenstärke in kritischen Rennmomenten das Rennen für sich entschied und den aufkommenden Druck nach Safety-Car-Phasen und Rennunterbrechungen abwehrte. Erwähnenswert ist außerdem die Diskussion, wie die enge Streckenführung weiterhin für wenig Überholaction sorgt und Strategien zunehmend über den Sieg entscheiden. Außerdem gab es Diskussionen um den Fahrstil einiger Piloten – und um die Auswirkungen der zunehmenden technischen Ausfälle, die selbst Topfavoriten nicht verschonen. Auch die Zukunft junger Talente und die Chancen der etablierten Teams auf dem Traditionskurs werden in zahlreichen Artikeln beleuchtet.