Schon wieder rückt eine Zahl ins Licht, die viele Beobachter nervös aufhorchen lässt: Laut Forsa liegt die AfD jetzt bei satten 27 Prozent – einen Prozentpunkt mehr als zuletzt. Die Union, also CDU und CSU zusammen, kann da nur neidisch zurückblicken und stürzt geradezu auf 22 Prozent, was ihr schlechtester Wert seit Dezember 2021 ist. Die SPD? Sie bleibt bei ziemlich mageren 12 Prozent stehen. Dafür machen die Linken mit einem Prozentpunkt Gewinn gleich, also ebenfalls bei 12 Prozent. Grüne (15%), FDP (4%) und die sogenannten Sonstigen (8%) bleiben wie festgenagelt. Spannend dabei: Die Zahl der Unentschlossenen oder Nichtwähler ist mit 26 Prozent beachtlich hoch – weit mehr, als es bei der letzten Bundestagswahl der Fall war (damals 17,9 Prozent). Noch ein Schlag ins Kontor: Die Zufriedenheit mit Merz ist auf dem absoluten Tiefpunkt, nur 15 Prozent sehen seine Arbeit positiv; unfassbare 83 Prozent sind unzufrieden. Sogar in der eigenen Partei gärt es gewaltig. Zum Vergleich – so schlecht wie Merz stand Kanzler Scholz bei Forsa nie da.
Die jüngste Forsa-Umfrage zeigt deutliche Verschiebungen im Parteienspektrum – mit der AfD als großer Gewinner und der Union in der Krise. Interessant: Der langjährige Parteienwettbewerb erfährt ausgerechnet jetzt, angesichts politischer Reformen, massive Bewegung. Laut aktuellen Medienberichten, etwa von der Süddeutschen Zeitung und dem Spiegel, steht besonders die Stimmung gegenüber der Regierung unter Druck: Energiekrise, Preissteigerungen und Unsicherheit verstärken Unzufriedenheit und treiben mehr Menschen in Richtung Protestparteien. Im Vergleich dazu sieht die Union wenig Anschlussfähigkeit und verliert zahlreiche Wechselwähler, während auch bei der SPD und den Grünen keine Bewegung nach oben auszumachen ist. Politische Kommentatoren kritisieren außerdem die Uneinigkeit im bürgerlichen Lager und die fehlende Antwort auf den wachsenden Zuspruch für die AfD – eine Entwicklung, die manche für alarmierend halten.