Frankfurt und Dortmund liefern sich irres Remis

Im Auftaktspiel des 16. Bundesliga-Spieltags schenken sich Eintracht Frankfurt und der BVB nichts – das Spektakel endet 3:3.

09.01.26 22:38 Uhr | 6 mal gelesen

Manchmal schreiben Fußballspiele kleine Dramen, die für einen Abend jede Wetterlage, schlechte Laune und sogar die eigene To-Do-Liste vergessen machen. So einer war der Freitagabend im Deutsche-Bank-Park. Dortmund startet wie aus der Pistole geschossen, macht dank Beier nach flottem Angriff über rechts schon nach 10 Minuten das 0:1. Kurz darauf wachen die Frankfurter auf: Foulelfmeter, Can Uzun tritt an, verwandelt lässig – Ausgleich (22. Minute). Irgendwie lag da schon der Geruch von Unentschieden in der Luft. Nach der Pause ist es ein Hin und Her, fast wie Tischtennis, nur lauter und mit mehr Adrenalin. Erst Nmecha für den BVB (68.), sofort Ebnoutalib mit seinem Einstandstor für die Eintracht (71.). In der Nachspielzeit dann das, was man fast für Bayerns Meisterstück gehalten hätte: Dahoud bringt Frankfurt in Führung – und alles sieht nach Heimsieg aus. Aber Dortmund gibt nicht klein bei, Chukwuemeka gleicht spät aus (6. Minute der Extras) – dieses 3:3 wird noch für Gesprächsstoff sorgen. Nicht immer ist deutsche Fußballprosa so wild wie an diesem Abend.

Das 3:3 zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund sorgt in der Bundesliga für Aufsehen: Beide Mannschaften zeigten eine außergewöhnliche Moral und wechselnde Führungen hielten die Fans in Atem. Während Frankfurts letzter Treffer in der Nachspielzeit schon wie der Siegtreffer wirkte, konterte Dortmund quasi mit dem Schlusspfiff und bewahrte sich so wertvolle Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze. Im Fokus stehen dabei die aufstrebenden Talente beider Teams, wobei Debütant Ebnoutalib und Joker Chukwuemeka ihre Visitenkarten eindrucksvoll abgaben. Aktuelle Recherchen zeigen, dass das Spiel als Paradebeispiel für unberechenbare Bundesliga-Abende diskutiert wird, zur Freude neutraler Fans und zum leisen Ärger mancher Taktikfuchs*innen. Außerdem läuft auf den Trainerpositionen eine subtile Druckdebatte, denn die Erwartungen an Terzic und Frankfurt-Coach Toppmöller wachsen weiter angesichts enger Tabellensituationen und teils wackliger Defensive.

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