CDU-Politiker Linnemann sieht Inflationsgefahr durch Iran-Spannungen

Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU, befürchtet wegen der Zuspitzung des Iran-Konflikts einen sprunghaften Anstieg der Inflation infolge steigender Ölpreise.

heute 12:22 Uhr | 3 mal gelesen

Die aktuellen Entwicklungen, vor allem die geopolitischen Spannungen rund um den Iran, könnten Deutschland wirtschaftlich empfindlich treffen – so zumindest die Warnung von Carsten Linnemann im Gespräch mit dem Fernsehsender 'Welt'. Man müsse klar sagen, die Lage sei ernst. Erst vor wenigen Monaten habe das Barrel Öl noch 60 Dollar gekostet; jetzt stünden wir schon bei 80. Sollte der Rohölpreis in den nächsten Monaten gar auf 100 Dollar klettern, sähe Linnemann die Gefahr, dass sich die Inflation auf bis zu vier Prozent verdoppelt. Die Folge: Ein massiver Druck auf die Europäische Zentralbank, die Zinsen anzuheben, was das zarte Wirtschaftswachstum im Keim ersticken könnte – gerade jetzt, da in deutschen Unternehmen wieder bessere Auftragslagen verzeichnet und mehr Neugründungen beobachtet werden. "Wenn wir Pech haben, droht dieser ganze zaghafte Aufschwung wieder zu verschwinden," so Linnemann. Er betonte, dass Politik hier wenig dagegenhalten könne: Entlastungen wie der Industriestrompreis wirkten zwar stabilisierend, könnten aber einen externen Preisschock durch das Öl nicht ausgleichen. Letztlich: Die Politik müsse sich auf solch ein Krisenszenario einstellen, auch wenn nicht alles planbar sei – und hoffen, dass der Konflikt sich nicht ausweitet.

Inmitten der angespannten Lage im Nahen Osten warnt CDU-Generalsekretär Linnemann, dass weiter steigende Ölpreise die Inflation in Deutschland abrupt verdoppeln und das zarte Wirtschaftswachstum abwürgen könnten. Sollte der Ölpreis tatsächlich die 100-Dollar-Marke erreichen, rechnet Linnemann mit spürbaren Folgen für die gesamte Volkswirtschaft und verweist auf die begrenzten Einflussmöglichkeiten der Politik – auch angesichts aktueller Gegenmaßnahmen wie des Industriestrompreises. Laut aktuellen Berichten äußern auch andere Stimmen Sorge, dass ein längerer Konflikt den Rohstoffmarkt weiter destabilisieren könnte; die F.A.Z. analysiert etwa, dass die EZB derzeit vor einem ernsthaften Zielkonflikt zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsförderung steht (vgl. Quelle: FAZ), während die Süddeutsche Zeitung betont, dass die deutsche Wirtschaft unter hohem Energiepreis-Druck nach wie vor nur langsam Fahrt aufnimmt (vgl. Quelle: Süddeutsche Zeitung). Laut Spiegel bleibt die Unsicherheit wegen der internationalen Lage anhaltend hoch, wodurch Unternehmen mit Investitionen zögern (vgl. Quelle: Spiegel).

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