Die Insa-Umfrage ergab, dass die Union erstmals seit längerer Zeit wieder vor der AfD liegt – ein Umschwung, der teils als Reaktion auf aktuelle gesellschaftliche Debatten und Krisen betrachtet wird. Interessant ist zudem, dass keine der etablierten Koalitionsoptionen auf eine komfortable Mehrheit kommt, was die politische Unsicherheit unterstreicht. Auffällig ist außerdem, dass abseits von CDU/CSU und AfD alle anderen größeren Parteien eher stagnieren oder verlieren, was auf verbreitete Unzufriedenheit und zunehmende Fragmentierung im politischen Spektrum hindeuten könnte. In den letzten Tagen drehten sich viele Artikel um die politische Lage und das Umfragehoch der Union. So berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ etwa, dass die Union mit ihrem neuen Sozialkonzept verloren gegangene Wählerschichten zurückzugewinnen versucht und damit offenbar punktet. Auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hebt hervor, dass die AfD aktuell intern um den richtigen Kurs ringt und dadurch weniger geschlossen wirkt, was der Union zusätzlichen Aufwind gibt. Ein weiterer Aspekt: Die politischen Ränder gewinnen zwar Stimmen, schaffen es aber nicht, echte Alternativen für stabile Bündnisse aufzustellen. Das Bild wird insgesamt brüchiger und lässt Raum für viele Irritationen.