Union hält AfD weiterhin knapp auf Distanz – Ergebnisse der neuen Forsa-Umfrage

Die CDU/CSU bleibt laut neuester Forsa-Umfrage bei der Sonntagsfrage vor der AfD – der Vorsprung ist klein, aber beständig.

heute 13:59 Uhr | 5 mal gelesen

Diese Woche zeichnet die Forsa-Umfrage für RTL und ntv ein gewohnt angespanntes Bild: Die Union hält sich mit 26 Prozent der Wählergunst gerade eben noch vor der AfD, die auf stabile 24 Prozent kommt. Da tut sich nur wenig – bei den übrigen Parteien sieht es ähnlich eingefroren aus: Die SPD stagniert hartnäckig bei 14 Prozent, direkt gefolgt von den Grünen mit 12 Prozent. Die Linke kratzt mit 11 Prozent ebenfalls an der zweiten Reihe, während FDP und das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) jeweils bei 3 Prozent dahindümpeln. Erwähnenswert ist vielleicht jene große Menge an Unentschlossenen und Nichtwählern: satte 26 Prozent – das ist deutlich mehr als bei der Bundestagswahl zuletzt. Ob die aktuellen Krisenherde im Iran und Nahost die Stimmung nachhaltig verschieben, bleibt abzuwarten – das wird sich frühestens in den nächsten Umfragen spiegeln. Einen nennenswerten Wandel bei der Zuschreibung politischer Kompetenz gibt es auch nicht. Die Union kann ihren Wert minimal verbessern (18 Prozent), ebenso die Grünen (6 Prozent). Der AfD trauen elf Prozent (-1) zu, die Lage im Land zu verbessern, während SPD und Linkspartei auf 6 beziehungsweise 5 Prozent kommen. Bemerkenswert: Mehr als die Hälfte – nämlich 53 Prozent – meint weiterhin, dass gar keine der Parteien wirklich einen Plan hat. Für die Umfrage hat Forsa im Zeitraum vom 24. Februar bis 2. März 2026 insgesamt 2.503 Menschen gefragt.

Die CDU/CSU kann sich laut neuester Forsa-Erhebung weiterhin knapp vor der AfD halten. Auffällig bleibt der hohe Anteil an Unentschlossenen und Nichtwähler:innen, was auf eine verbreitete Unsicherheit oder Politikverdrossenheit schließen lässt. In den vergangenen Tagen stieg die Aufmerksamkeit für außenpolitische Themen, insbesondere durch die Zuspitzung im Nahen Osten – es wird damit gerechnet, dass sich diese Entwicklungen in den kommenden Befragungen stärker zeigen könnten. Außerdem hat die Bundestagswahl 2025 bereits ihre Schatten vorausgeworfen: Parteien wie das Bündnis Sahra Wagenknecht werden von Politikwissenschaftlern als potenzielle „Wahlkampfwendepunkte“ diskutiert. In aktuellen Debatten fällt zudem auf, dass die Bundesregierung angesichts globaler Unsicherheiten an Zustimmung verliert; gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach klaren, strukturierten Positionen – und die traditionellen Parteien schaffen es offenbar bisher kaum, dieses Bedürfnis zu bedienen. Diese Tendenzen zeigen sich auch daran, dass über die Hälfte der Befragten keinen Parteiakteuren zutraut, die dringenden Probleme effektiv zu lösen.

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