Stuttgart hat sich souverän gegen Celtic Glasgow in den Play-offs durchgesetzt, obwohl zwischendurch ein wenig Sand im Getriebe war – die Schotten machten's phasenweise spannender, als man erwartet hatte. Für die Schwaben bedeutet die Auslosung mit dem FC Porto jetzt allerdings ein ganz anderes Kaliber: Die Portugiesen gehören seit Jahren fest zur europäischen Spitze, und ehrlich gesagt, ein bisschen Gänsehaut dürfte da schon mitschwingen.
Der SC Freiburg konnte sich durch eine extrem solide Bundesliga-Saison das Achtelfinalticket direkt sichern, ohne den Umweg über weitere Runden zu brauchen. Nun wartet KRC Genk, ein Team aus Belgien, das traditionell unterschätzt wird, aber gerade in KO-Spielen manchmal ein unangenehmer Stolperstein ist.
Interessant sind auch die übrigen Paarungen: Lille kriegt es mit Aston Villa zu tun, FC Bologna darf gegen AS Rom ran – ein kleines italienisches Derby am Rande. Panathinaikos spielt gegen Real Betis Sevilla, Ferencvaros Budapest misst sich mit Sporting Braga, Celta Vigo bekommt Olympique Lyon als Gegner und Nottingham Forest tritt gegen den FC Midtjylland an.
Was soll man dazu sagen? Knappe Kisten und ein Funken Unvorhersehbarkeit versprechen jedenfalls einen packenden Europapokalfrühling. Ein kleiner Gedanke am Rande: Europapokalabende haben ja so oft ihr ganz eigenes Drehbuch – wundern würde es mich nicht, wenn ein Außenseiter plötzlich für Wirbel sorgt.
Stuttgart trifft auf einen der gefährlichsten Gegner im Wettbewerb – der FC Porto hat Erfahrung, Physis und einen tiefen Kader, doch der VfB geht nach dem Triumph gegen Celtic selbstbewusst ins Duell. Freiburg dagegen darf sich auf ein hartes Auswärtsspiel bei Genk einstellen, wenngleich die Belgier aus ihrer Heimatliga aktuell schwächeln. Gleichzeitig sorgt die Auslosung der weiteren Achtelfinalbegegnungen für Gesprächsstoff, denn einige Paarungen wie Bologna gegen Rom oder Panathinaikos gegen Betis könnten ebenfalls für Überraschungen sorgen.
Ergänzende Recherche: Laut aktuellen Berichten ist beim VfB Stuttgart Innenverteidiger Zagadou noch fraglich, Coach Hoeneß zeigte sich jedoch kämpferisch und stellte klar, dass man sich vor großen Namen keineswegs verstecken werde. Porto hat in der portugiesischen Liga zuletzt eine kleine Schwächephase durchlaufen, gilt aber dennoch als kompaktes, europäisch erfahrenes Team. Freiburg zeigte sich indes zufrieden mit dem Los, betont aber, dass Genk wegen seiner schnellen Offensive ein besonderes Augenmerk verdient; zudem kam es bei den Belgiern zuletzt zu Trainerdiskussionen. Was sonst noch ins Auge sticht: Immer mehr Clubs legen Wert auf nachhaltige Stadionkonzepte — beispielsweise setzt Lille auf Solarstrom und digitale Ticketinglösungen, was in europäischen Wettbewerben zunehmend Thema wird.