Im Kern zeigt sich, wie Laufen für prominente Persönlichkeiten ein Mittel zur Selbstvergewisserung, manchmal sogar ein rettender Anker sein kann. Jenseits vom Ruhm, Lärm und den Erwartungen der Außenwelt erleben sowohl Harry Styles als auch Haruki Murakami beim Laufen einen Moment der Eigenständigkeit – der eine eher nachdenklich, der andere fast meditativ leer. Erwähnenswert ist auch, wie sich beide gegen das stereotype Bild des selbstzerstörerischen Künstlers stellen und stattdessen bewusst die Verbindung von Gesundheit und Kreativität für sich neu entdecken. Ergänzend dazu berichten aktuelle Nachrichtenportale, dass Laufen weiterhin im Trend liegt, nicht zuletzt wegen prominenter Fürsprecher und der wachsenden Bedeutung von mentaler Gesundheit (siehe Zeit, t3n und Sueddeutsche). Jüngst wurden in Tokio wie Berlin neue Teilnehmerrekorde gemeldet, wobei der Trend zu Individualisierungsstrategien auffällt – etwa maßgeschneiderte Trainingsformate und die Kopplung von achtsamen Läufen an Stille-Retreats. Auch der gesundheitliche Aspekt rückt immer mehr in den Fokus: Ärzte und Psycholog:innen weisen vermehrt darauf hin, dass regelmäßiges Ausdauertraining Stress, Erschöpfung oder depressive Verstimmungen nachhaltig abmildern kann. Durch soziale Netzwerke und Lauf-Apps erhält die Szene zudem neuen Antrieb – ein Ende des Booms ist nicht abzusehen.