Die Kluft zwischen Technik und Know-how wächst – das haben Amadeus Fire und Leaders of AI erkannt. Auch wenn KI für 91 Prozent der befragten Unternehmen laut Amadeus-Fire-Studie ein Schlüsselfaktor ist, lassen Investitionen in gezielte Weiterbildung oft zu wünschen übrig. Nur jeder Fünfte war bisher auf einer KI-Schulung, was ein bisschen so wirkt, als hätte man den Motor im Auto verbessert, aber vergessen, dem Fahrer das Beschleunigen beizubringen.
Robert von Wülfing von Amadeus Fire betont: Nur wenn Führungskräfte die neuen Möglichkeiten strategisch begreifen, kann das volle Potenzial gehoben werden. Deshalb soll die Kooperation die spezialisierte Ausbildung (Leaders of AI) direkt mit Talententwicklung und Jobmarkt verknüpfen. Wer das KI-Programm geschafft hat, bekommt strukturiert Zugang zu Netzwerken und Karrieremöglichkeiten über Amadeus Fire – ein bislang eher seltener, aber dringend nötiger Schulterschluss.
Neben klassischen Weiterbildungen sollen B2B-Webinare und Events folgen. Und wenn man den Stimmen im Führungsetagen-Büro Glauben schenken mag, ist das KI-Hindernis weniger der technische Part als vielmehr die fehlende Organisation und strategische Weitsicht im Mittelmanagement. Dominic von Proeck (Leaders of AI) spricht offen aus: Die Transformation wird durch Menschen gestaltet, nicht Maschinen.
Diese Lücke im Kompetenzaufbau entwickelt sich mehr und mehr zum wirtschaftspolitischen Brennpunkt: Wer nicht systematisch qualifiziert, bleibt bei Technologieinvestitionen hinter der Musik zurück – das betont auch Monika Wiederhold von Amadeus Fire. Ihr Ziel: Nicht nur Pilotprojekte anschieben, sondern die breite Anwendung begleiten und ein starkes KI-Kompetenz-Ökosystem in Deutschland etablieren.
Die Kooperationsvereinbarung zwischen Amadeus Fire und Leaders of AI schlägt eine Brücke zwischen KI-Technologie und dringend benötigten Kompetenzen im Führungskräftebereich. Beide Unternehmen reagieren damit auf die eklatante Diskrepanz zwischen technologischer Bereitschaft und Know-how-Ausbau: Trotz des verbreiteten Glaubens an die Bedeutung von KI fehlt es vielerorts an gezielter, strategischer Schulung – lediglich 20 Prozent der Beschäftigten wurden bislang gezielt fortgebildet. Das positionsstärkende Weiterbildungsangebot wird daher mit Zugang zu Talentnetzwerken kombiniert, um Unternehmen nicht allein mit neuen Tools, sondern auch mit fähigen Menschen auszustatten.
Neue Recherchen zeigen zudem, dass der KI-Kompetenzmangel in der deutschen Wirtschaft weiterhin als Innovationsbremse gilt. Laut „bitkom“ und FAZ sind viele Unternehmen in der Experimentierphase – können sich aber ohne qualifizierte Fachkräfte nur schwergehend weiterentwickeln. Experten sehen eine deutliche Notwendigkeit, die KI-Kompetenzen nicht nur punktuell, sondern als Kernbestandteil der Unternehmensstrategie zu begreifen. Gleichzeitig debattiert die Politik über steuerliche Anreize und neue Zertifizierungsformen, um das Tempo des Kompetenzaufbaus zu erhöhen. Eine ernstzunehmende Herausforderung, gerade im internationalen Vergleich, wo Länder wie China und die USA bei der Aus- und Weiterbildung für Künstliche Intelligenz voranpreschen.