Automatisches Kindergeld ab Geburt: Bundesregierung setzt auf Entbürokratisierung

Eltern sollen sich ab 2027 den Kindergeld-Antrag sparen: Die Regierung möchte, dass das Geld nach der Geburt direkt und ohne bürokratischen Aufwand überwiesen wird.

heute 12:38 Uhr | 5 mal gelesen

Mit einem aktuellen Beschluss hat das Bundeskabinett eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht: Zukünftig soll Kindergeld für Neugeborene automatisch ausgezahlt werden – keine Anträge, kein Papierkram mehr. Der neue Ablauf ist gestaffelt gedacht: Bereits ab März 2027 bekommen Familien mit mehreren Kindern für weitere Kinder das Geld direkt ausgezahlt, wenn sie eh schon Kindergeld beziehen. Für das erste Kind soll die Änderung im November 2027 greifen – unter bestimmten Bedingungen, die noch konkretisiert werden sollen. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) findet klare Worte: Bürokratieabbau und mehr Entlastung für Familien, ganz praktisch im Alltag. Auch Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) betont, wie hilfreich dieses System für überlastete Eltern sein kann. Eigentlich erstaunlich, dass sich erst jetzt jemand dem verworrenen Antragsdschungel annimmt – aber besser spät als nie, oder? Man kann gespannt sein, wie schnell und reibungslos der Übergang wirklich funktioniert. Ich erinnere mich noch gut an meinen eigenen Wust aus Formularen nach der Geburt meines Sohnes – kein Wunder, dass solche Neuerungen bei Eltern auf offene Ohren stoßen.

Das Ziel des Gesetzes ist klar: Eltern von Neugeborenen sollen das Kindergeld automatisch – ohne lästige Formulare und lange Wartezeiten – erhalten, was den Sozialstaat moderner und unkomplizierter machen soll. Das Ganze kommt gestaffelt: Ab März 2027 entfallen Anträge für weitere Kinder, ab November dann auch fürs erste Kind. Fachleute und Verbände begrüßen diesen Schritt im Kampf gegen bürokratische Hürden, zugleich bleibt offen, welche Voraussetzungen im Detail noch nötig sein werden und wie gut die technischen Schnittstellen zwischen Standesämtern und Familienkassen tatsächlich funktionieren – auch, um möglichen Fehlern vorzubeugen. Laut aktuellen Berichten geht der Trend in mehreren europäischen Ländern bereits zu einfacheren Familienleistungen, teils über digitale Verwaltungsplattformen (vgl. [tagesschau.de], [sueddeutsche.de], [dw.com]), in Deutschland gilt das Vorhaben als überfällig, auch um verdeckte Armut zu verhindern und Eltern unabhängig von Bildungsstand oder Sprache gleich zu entlasten. Zuletzt wird darüber diskutiert, ob mit der Vereinfachung gegebenenfalls die Gefahr von Datenpannen zunehmen könnte und wie der Datenschutz dabei gewährleistet werden kann.

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