Ein US-Bundesgericht in Oakland hat am Montag entschieden, dass Elon Musks Klage gegen OpenAI und deren Chefs zu spät eingereicht wurde – die gesetzliche Frist für solche Ansprüche war bereits abgelaufen. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers übernahm die Empfehlung der Jury und machte deutlich, dass umfangreiche Beweise existieren, die diese Entscheidung stützen. Musk hatte OpenAI, darunter Sam Altman, Greg Brockman und Investor Microsoft, im Februar 2024 verklagt: Sein Vorwurf – aus einer ursprünglich gemeinnützigen Organisation sei ein profitorientiertes Tech-Unternehmen gemacht worden, entgegen der angeblichen Gründungsvereinbarung. Der berühmte Tesla-Chef war ursprünglich Gründungsmitglied und steckte laut Angaben über 38 Millionen Dollar in OpenAI, verließ das Unternehmen aber 2018 und gründete später seine eigene KI-Firma xAI. Die Klage hatte das Potenzial, OpenAIs Pläne – womöglich sogar einen Börsengang – massiv zu stören, doch mit dem Urteil ist dies erstmal vom Tisch. Für Altman, Brockman und OpenAI ist das Ganze ein prägnanter juristischer Erfolg. Bemerkenswert in diesem Streit bleibt, wie weit Visionen und Interessen mittlerweile auseinanderklaffen – selbst bei den Pionieren dieser Szene.
Das Gerichtsurteil im Fall Musk vs. OpenAI gilt als richtungsweisend: Es macht deutlich, dass selbst prominente Mitgründer wie Elon Musk klaren juristischen Fristen unterliegen. Viele Medien sehen das Urteil daher auch als Signal an Tech-Unternehmen, ihre Governance und Absprachen trotz aller Innovationsfreude wasserdicht zu dokumentieren. Darüber hinaus berichten internationale Medien, dass OpenAI mit dem Urteil Rückenwind erhält, um sich künftig stärker auf Wachstum und unternehmerische Unabhängigkeit zu konzentrieren. Offen bleibt, inwiefern Musk den Streit fortsetzen oder sich auf sein eigenes KI-Projekt xAI fokussieren wird. Neben OpenAIs Rolle im KI-Wettrennen gilt Microsofts Einfluss durch die Milliarden-Investments als kritischer Faktor für die weitere Entwicklung – und, kaum überraschend, sorgen die Verflechtungen zwischen Tech-Giganten und neuen KI-Startups für zunehmend hitzige juristische Auseinandersetzungen. Bei DW und ZEIT arbeitet man derweil die grundsätzlichen Fragen rund um Regulierung und Ethik in der Künstlichen Intelligenz auf.