Gewerkschaft Verdi bezieht klar Stellung gegen Unicredit-Übernahmepläne bei Commerzbank

Verdi spricht sich deutlich gegen einen Zusammenschluss von Unicredit und Commerzbank aus – vor allem wegen drohender Folgen für deutsche Arbeitsplätze und Kunden.

heute 06:42 Uhr | 4 mal gelesen

Man könnte fast meinen, es sei ein klassischer Fall von David gegen Goliath, doch es geht nicht um einen einfachen Showdown, sondern um das Schicksal von Tausenden Angestellten und ein Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte. Verdi, vertreten durch Bundesfachgruppenleiter Jan Duscheck, stellt sich entschieden gegen eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch die italienische Unicredit. 'Wir sehen das Risiko massiver Einschnitte für die Beschäftigten, gerade auch bei der Hypovereinsbank – die ja schon seit Jahren zur Unicredit gehört – und der Commerzbank', sagte Duscheck und betonte dabei, dass auch der deutsche Staat als Anteilseigner mit rund 12 Prozent jetzt Verantwortung tragen müsse. Die große Sorge: Nicht nur Jobs, sondern auch die Versorgung von Mittelstand und Privatkunden, könnte unter ausländischer Führung leiden. Aus Gewerkschaftssicht wären eine eigenständige Commerzbank und starke Mitbestimmung bessere Garanten für ein stabiles Bankennetz und sichere, zuverlässige Arbeitsplätze – und damit für vieles, was im Alltag schnell als selbstverständlich hingenommen wird. Man wolle, so heißt es weiter, die Präsenz in der Fläche, also in den Filialen, und die Mitsprache der Beschäftigten um jeden Preis verteidigen. Dass es dabei auch um Symbolik geht, sei nur am Rande erwähnt.

Die Debatte um eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch die italienische Unicredit ist akut, da neben wirtschaftlichen, auch politische und gesellschaftliche Interessen auf dem Spiel stehen. Die Gewerkschaft Verdi argumentiert, dass eine eigenständige Commerzbank die beste Garantie für Beschäftigungssicherheit, Kundennähe und die Förderung deutscher Unternehmen, insbesondere des Mittelstands, sei. Bei aktuellen Recherchen zeigt sich, dass vor allem die Angst vor Stellenabbau und Kontrollverlust über zentrale Finanzstrukturen die Ablehnung der Übernahme antreiben. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die deutsche Bundesregierung mit ihrer Beteiligung maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung nehmen könnte – ein Punkt, der in jüngsten Medienberichten weiter für Diskussionen sorgt.

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