Schon nach etwas mehr als zwanzig Minuten geriet Schott Mainz ins Hintertreffen: Bolin schob nach einem temporeichen Angriff souverän ein. Kurz darauf legte Hashioka mit einem wuchtigen Kopfball nach und erhöhte auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel blieb Gladbach weiter im Angriffsmodus – Bolin schnappte sich seinen Doppelpack und brachte die Gäste weiter in Führung. Ullrich sorgte mit einem eleganten Abschluss für das vierte Tor; spätestens jetzt war die Luft raus. Am Ende durfte sich auch Mohya noch in die Torschützenliste eintragen, nachdem Honorat ihm den Ball praktisch auf dem Silbertablett serviert hatte. Klar, die Mainzer – mit neuem Personal nach dem Liga-Abstieg – wehrten sich tapfer, doch das Qualitätsgefälle war einfach zu offensichtlich. Ein, zwei halbgefährliche Vorstöße der Hausherren, zum Beispiel von El Mahaoui, blieben eher Randnotizen. Im Grunde diktierte Gladbach den Rhythmus, spielte geduldig und ließ den Ball locker laufen. Für Gladbach ein Start nach Maß in die Saison, nach einer mustergültigen Testspielserie. Schott Mainz dürfte sich jetzt voll auf die Oberliga konzentrieren, wo die Mannschaft immerhin ordentlich in die Spielzeit gestartet ist. Nebenbei: Die anderen Pokalduelle gingen teils ebenfalls deutlich aus.
Das 5:0 von Borussia Mönchengladbach gegen Schott Mainz im DFB-Pokal war nicht nur ein überzeugender Pflichtspielauftakt für die Fohlen, sondern unterstrich auch die Kluft zwischen Teams aus den oberen und unteren Ligen im Wettbewerb. In der aktuellen Analyse wurde hervorgehoben, wie Gladbach aus einer stabilen Defensive heraus druckvoll kombinierte und Chancen effektiv verwertete – ein Ansatz, mit dem sie in der Saisonvorbereitung bereits Erfolg hatten. Mit Blick auf den DFB-Pokal insgesamt wurde deutlich, dass viele Favoriten ihre Pflichtaufgaben souverän erfüllten, während die klassenniedrigeren Gegner vor allem auf Teamgeist und Überrraschungsmomente setzen mussten – bislang jedoch ohne Happy End.