Der Vorschlag der Grünen für einen europäisch abgestimmten Geheimdienstverbund kommt vor dem Hintergrund zunehmender internationaler Krisen und Spannungen. Sicherheitsexperten warnen seit Monaten, dass die fragmentierte Zusammenarbeit der europäischen Nachrichtendienste Cyberbedrohungen, Spionage und Terror kaum noch ausreichend begegnen kann. Doch ein derartiges Vorhaben stößt nicht nur auf Unterstützung: Länder wie Frankreich oder Polen zögern wegen nationaler Eigeninteressen und Datenschutzbedenken. Dennoch wird in Brüssel und Berlin zunehmend klar, dass ein Umdenken nötig ist – insbesondere, solange amerikanische Sicherheitsgarantien als unsicher gelten. Aus aktuellen Recherchen geht hervor, dass eine bessere Koordination europäischer Agenturen besonders beim Kampf gegen Desinformation, bei Wirtschaftsspionage und im Bereich Cyber-Sicherheit von großer Bedeutung wäre. Aktuelle Nachrichtenquellen sehen die Debatte vor allem im Licht der russischen Einflussnahme und hybriden Bedrohungen sowie der Uneinigkeit zwischen EU-Staaten, effektive gemeinsame Strukturen zu etablieren. Außerdem wird betont, dass ein Verbund wie 'Euro-Eyes' nur mit strikter Wahrung demokratischer und rechtsstaatlicher Kontrollmechanismen gesellschaftliche Akzeptanz finden könnte.